Jetzt müssen Anleger ihre Kapitalerträge nicht mehr in der Steuererklärung angeben, bloß um sich die Chance auf eine Rückzahlung des Solidaritätszuschlags zu sichern. Falls das Bundesverfassungsgericht rückwirkend entscheiden sollte, dass dieser Zuschlag nicht mehr erhoben werden darf, bekommen auch diejenigen den Soli erstattet, deren Kapitalerträge nicht im Steuerbescheid auftauchen. Das hat das Bundesfinanzministerium in einem Schreiben erklärt (IV C 1-S2283-c/09/10005). Seit Januar 2009 überweisen die Banken den Solizuschlag für die meisten Geldanlagen zusammen mit der Abgeltungsteuer an das Finanzamt. Die Abrechnung in der Steuererklärung ist dann entbehrlich.

Tipp: Beantragen Sie bei Ihrer Bank die Steuerbescheinigung für die gezahlten Steuern, dann können Sie später belegen, wie viel Soli erstattet werden muss.

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