Solar­strom­anlagen Meldung

Bei Solar­strom­anlagen gibt es große Preis­unterschiede. Das ist das Ergebnis einer Finanztest-Umfrage. Da die Einspeise­vergütung zum Jahres­wechsel weiter gekürzt wird, werden Preis­vergleiche immer wichtiger. Je preisgüns­tiger eine Solar­strom­anlage aufs Dach kommt, desto besser die Rendite: Nied­rige Investitions­kosten sind eine entscheidende Basis für die Wirt­schaftlich­keit. Mindestens drei Kosten­vor­anschläge von Elektroin­stallateuren und Solarfach­betrieben sollten vorliegen. Auch Erfahrungen von Anlagen­betreibern in der Nach­barschaft können hilf­reich sein.

Verbraucherzentralen haben eigene Energieberater, die Angebote unabhängig einschätzen können (Adressen unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de). In vielen Regionen gibt es zudem Solarinitiativen, die unabhängige Fachleute vermitteln oder Angebote selbst einschätzen. Viele Tipps bietet auch das Buch „Photovoltaik“, erhältlich unter www.test.de/shop für 24,90 Euro. Kostenfallen lauern bei vielen Installationen. Finanztest hat 80 Rechnungen ausgewertet, die Anlagen­betreiber zur Verfügung stellten. Trauriges Ergebnis: Nur jede fünfte Rechnung schlüsselte alle Kosten detailliert auf.

Tipp: Prüfen Sie, ob ein „Komplett­preis“ wirk­lich alle Kosten umfasst. Mitunter rechnen die Anbieter zum Beispiel einen Zählerschrank oder das Baugerüst separat ab. Anderer­seits können Extras wie Garan­tieverlängerung oder Versicherung im Preis enthalten sein. Wenn Sie einen Anbieter gefunden haben, lassen Sie sich ein verbindliches Angebot erstellen.

Teure Anlagen sind nicht auto­matisch hoch­wertiger. Leistung in Markenqualität gibt es bereits zu einem Preis unter 2 300 Euro pro Kilowatt­stunde.

Helfen Sie mit, die Trans­parenz zu steigern. Wenn Sie 2012 eine Anlage installiert haben, können Sie sich unter www.test.de/umfrage-solaranlagen an der Finanztest-Umfrage beteiligen. Über 600 Leser haben bereits mitgemacht.

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