Solar­strom Meldung

Ab 1. März gibt es wieder Tilgungs­zuschüsse für Haus­eigentümer, die eine neue Solar­strom­anlage mit Stromspeicher installieren und mit einem Kredit der staatlichen KfW-Bank finanzieren. Auch Eigentümer, die ihre 2013 oder später installierte Anlage mit einem Akku nach­rüsten, werden gefördert.

30 Millionen Euro bis 2018

Die Speicher-Förderung der KfW war zunächst bis Ende 2015 befristet. Da das Bundes­wirt­schafts­ministerium jetzt weitere 30 Millionen Euro bis zum Jahr 2018 bereit­stellt, setzt die KfW das Förderprogramm zu veränderten Bedingungen fort.

Zuschuss noch bis Juni 25 Prozent

Die wichtigste Änderung: Je früher der Eigentümer den Speicher anschafft, desto höher ist künftig der Zuschuss. Bis Juni 2016 sind es 25 Prozent der geförderten Speicher­kosten von maximal 2 000 Euro pro Kilowatt Anlagen­leistung (2 200 Euro für nachgerüstete Speicher). Danach sinkt der Zuschuss um jeweils 3 Prozent­punkte pro Halb­jahr bis auf 10 Prozent der geförderten Anschaffungs­kosten im zweiten Halb­jahr 2018.
Beispiel: Für eine neue Dach­anlage mit 6 Kilowatt Leistung beträgt der Tilgungs­zuschuss derzeit bis zu 3 000 Euro (25 Prozent von maximal 12 000 Anschaffungs­kosten für den Speicher). Ab Juli 2016 sind es 2 640 Euro (22 Prozent) und ab Januar 2017 nur noch 2 280 Euro (19 Prozent).

Zuschuss nur mit Kredit

Den Zuschuss gibt es nur zusammen mit einem KfW-Kredit, den der Anlagen­betreiber über eine Bank beantragt. Der Zins­satz hängt stark von seiner Bonität und dem Wert der gestellten Sicherheiten ab. Beides wird von der Bank bewertet. Der Zins­satz für eine Lauf­zeit von zehn Jahren beträgt zum Beispiel 1,25 bis 7,65 Prozent – je nach Ergebnis der Bonitäts­prüfung.

Speicher muss Bedingungen erfüllen

Der Tilgungs­zuschuss ist an einige Voraus­setzungen gebunden. So darf die Photovoltaikanlage höchs­tens 50 Prozent der installierten Leistung in das öffent­liche Stromnetz einspeisen (vorher 60 Prozent). Für die geförderten Batterien muss eine Zeit­wert­ersatz­garantie des Herstel­lers von zehn Jahren vorliegen (vorher sieben Jahre). Gefördert werden außerdem nur Anlagen mit einer Spitzen­leistung bis zu 30 Kilowatt.

Eigen­verbrauch lässt sich deutlich steigern

Für Betreiber von Solar­strom­anlagen ist es grund­sätzlich sinn­voll, möglichst viel des produzierten Stroms selbst zu verbrauchen, statt ihn ins öffent­liche Netz zu speisen. Strom­produktion und privater Verbrauch klaffen aber auseinander: An sonnigen Sommer­tagen produziert die Anlage viel mehr Strom, als der Haus­eigentümer nutzen kann. Wenn es dunkel wird, produziert die Anlage dagegen gar nichts mehr. Deshalb können Haus­eigentümer ohne Stromspeicher in der Regel höchs­tens 20 bis 30 Prozent des erzeugten Solar­stroms selbst nutzen. Mit einem Akku, der über­schüssigen Strom speichert und ihn dann abgibt, wenn er gebraucht wird, lässt sich der Eigen­anteil auf 60 bis über 80 Prozent steigern. Allerdings sind die Stromspeicher derzeit noch relativ teuer. Oft kosten sie mehr als die Anlage selbst.

Mehr Infos: Alle Details zum Förderprogramm 275 gibt es auf der Website der KfW.

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