Solarstrom Meldung

Jetzt ist es endgültig: Die Vergütung für Solarstromanlagen sinkt – und zwar rückwirkend zum 1. Juli um 13 Prozent. Dennoch bleiben die Renditen traumhaft. Im Schnitt sind 5 bis 9 Prozent möglich. Grund: auch die Preise für die Anlagen fallen. Innerhalb eines Jahres sanken sie teilweise um knapp 30 Prozent. Noch mehr bekommt, wer den Sonnenstrom selbst verbraucht.

Beschlossene Kürzung

Rückwirkend zum 1. Juli sinkt die Einspeisevergütung für Solarstromanlagen. Das hat der Bundestag nach mehrmaliger Änderung endgültig beschlossen. Heute stimmte nun auch der Bundesrat zu. Ursprünglich war eine Kappung um 16 Prozent geplant. Neu: Die Kürzung bleibt, erfolgt aber nun in 2 Stufen. So sinken die Sätze zum 1. Juli um 13 Prozent und Anfang Oktober nochmals um weitere 3 Prozent. Anstatt der üppigen 39,14 Cent gibt es für den auf Sonne setzenden Häuslebauer ab Juli nur noch 34,05 Cent und drei Monate später 32,88 Cent je eingespeister Kilowattstunde. Entscheidend ist der Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage.

Hohe Rendite

Zwar sinkt die Vergütung, gleichzeitig fallen aber auch die Preise für die Anlagen. Laut des Bundesverbands für Solarwirtschaft mussten Anleger für eine Komplettanlage im Frühjahr 2010 fast 30 Prozent weniger ausgeben als noch ein Jahr zuvor. Im Ergebnis bleibt die Rendite unverändert hoch. In der Tabelle Solarstromanlage als Kapitalanlage liegt die Rendite im Schnitt zwischen 5 und 9 Prozent – ein Wert, der beim derzeitigen Zinsniveau auf dem Kapitalmarkt praktisch nicht zu erzielen ist.

Noch besser Eigenverbrauch

Doch es geht noch besser. Kommt der produzierte Sonnenstrom dem eigenen Haushalt zugute, steigt der Gewinn. Bei einem Eigenverbrauch von bis zu 30 Prozent bekommt der Eigentümer rund 3 Cent mehr, als wenn er den Strom ins öffentliche Netz einspeist. Liegt der Anteil darüber sind es sogar 8 Cent pro Kilowattstunde.

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