Solarstrom Meldung

Hauseigentümer, die ab Januar 2012 eine Solarstromanlage installieren, bekommen für ihren Strom 15 Prozent weniger Geld als bisher. Das hat die Bundesnetzagentur am 27. Oktober bekannt gegeben. Doch bei günstigen Anlagenpreisen lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage auch noch im kommenden Jahr.

Nur noch 24,43 Cent pro Kilowattstunde

Für jede Kilowattstunde (kWh) Solarstrom, den Hauseigentümer ins öffentliche Netz einspeisen, zahlt ihnen der Netzbetreiber nur noch 24,43 Cent satt 28,74 Cent - sofern die Anlage erst im kommenden Jahr in Betrieb geht. Diese Vergütung gilt für Anlagen mit bis zu 30 Kilowatt (kW) Spitzenleistung, die für Ein- und Zweifamilienhäuser typisch sind.

Weniger Geld für selbst genutzten Strom

Auch die Vergütung selbst genutzten Solarstroms sinkt um gut 4 Cent pro  kWh. Sie beträgt künftig bis zu einem Eigenverbrauchsanteil von 30 Prozent am erzeugten Strom 8,05 Cent pro kWh. Für jede kWh Solarstrom, die der Eigentümer darüber hinaus verbraucht, bekommt er 12,43 Cent. Wie bisher sind die Vergütungssätze im Jahr der Inbetriebnahme und den 20 Folgejahren staatlich garantiert. Der Netzbetreiber ist verpflichtet, den erzeugten Strom komplett abzunehmen und mindestens die gesetzliche Vergütung zu zahlen.

Solarstrom bleibt weiter rentabel

Aktuelle Berechnungen von Finanztest zeigen: Die Anschaffung einer Solarstromanlage wird sich voraussichtlich auch im kommenden Jahr lohnen, wie die Renditetabelle 2012 zeigt. Derzeit kosten Photovoltaik-Anlagen im Schnitt etwa 2 300 Euro pro Kilowatt Leistung (ohne Mehrwertsteuer). Bei diesem Preis wären künftig zwar nur noch Renditen von 4 bis 6 Prozent drin, wenn der Hauseigentümer den Strom komplett ins öffentliche Netz speist. Doch die Rendite fällt bereits deutlich höher aus, wenn er einen Teil des erzeugten Stroms selbst verbraucht. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Anlagenpreise auch im kommenden Jahr weiter sinken.

Stichtag 31. Dezember 2011

Wer bereits eine Solarstromanlage hat oder vor 2012 in Betrieb nimmt, ist von der Absenkung der Vergütung nicht betroffen. Wenn sie ihre neue Anlage bis zum Jahresende in Betrieb nehmen, können sich Hauseigentümer daher noch die alten Vergütungssätze bis zum Jahr 2031 sichern. Dazu ist es nicht erforderlich, dass die Anlage bis zum 31. Dezember ans öffentliche Netz angeschlossen wird. Entscheidend ist, dass die Anlage noch in diesem Jahr Strom produziert, der außerhalb der Anlage genutzt wird. Notfalls reicht es, wenn sie eine angeschlossene Glühbirne zum Leuchten bringt. Welche Rendite schnellentschlossene Eigentümer je nach Anlagepreis erzielen, zeigt unsere Renditetabelle für 2011.

Solarstromrechner aktualisiert

Ob noch 2011 oder erst 2012: Bevor sie in eine Photovoltaik-Anlage investieren, sollten Hauseigentümer genau kalkulieren, welche Einnahmen und Ausgaben langfristig zu erwarten sind und wie hoch die Rendite voraussichtlich ausfällt. Dabei hilft der Solarstromrechner von test.de. Die neuen Vergütungssätze ab 2012 sind darin bereits eingearbeitet.

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