Solar­strom Meldung

Die Solar­förderung ist viel stärker gesunken als die Preise für Photovoltaik-Anlagen. Eine Anlage auf dem Dach lohnt sich deshalb nur noch für Haus­eigentümer, die auf den Preis achten und möglichst viel Solar­strom selbst verbrauchen. Die Experten von Finanztest haben nachgerechnet.

Förderung stark gekürzt

Solar­strom Meldung

Förderung geht zurück

Der Gesetz­geber hat die Solar­strom­förderung in den vergangenen beiden Jahren fast halbiert. Haus­eigentümer, die im März 2014 eine Anlage mit einer Leistung bis zu zehn Kilowatt installieren, erhalten nur noch 13,41 Cent pro Kilowatt­stunde Solar­strom, den sie ins öffent­liche Netz einspeisen. Für Anfang 2012 installierte Anlagen bekommen die Betreiber von den Netz­betreiber hingegen noch 24,43 Cent pro Kilowatt­stunde. Die Preise für die Anlagen sanken dagegen zuletzt nur noch lang­sam siehe Grafik. Die Folge: Eine passable Rendite bringt eine Anlage in der Regel nur noch

  • bei güns­tigem Anschaffungs­preis,
  • an sonnenreichen Stand­orten
  • oder bei hohem Eigen­verbrauch.

Netz­einspeisung lohnt sich kaum noch

Die nied­rige Einspeise­vergütung macht es kaum noch rentabel, den erzeugten Strom an den Netz­betreiber zu verkaufen. Wer den Solar­strom komplett einspeist, kann oft schon froh sein, wenn er in 20 Jahren wenigs­tens die Kosten wieder herein­holt. Wird die Anlage auf Kredit finanziert, droht sogar ein Verlust.

Eigen­verbrauch zahlt sich aus

Besser sieht es für Anlagen­betreiber aus, die mindestens 20 Prozent des Solar­stroms selbst verbrauchen. Denn der Strom aus der eigenen Anlage ist deutlich güns­tiger als der vom Strom­versorger. Je höher der Anteil des Eigen­verbrauchs, desto eher lohnt sich die Anlage. An sonnenreichen Sommer­tagen produziert die Anlage allerdings so viel Strom, dass nur Bruch­teil davon im Haushalt verbraucht werden kann. Ohne Stromspeicher ist es deshalb selten möglich, insgesamt mehr als 30 Prozent des erzeugten Stroms vor Ort zu nutzen. Berechnungen der Experten von Finanztest zeigen, welche Renditen je nach Anlagen­preis und Strom­ertrag heute noch realistisch sind siehe Tabelle.

Stromspeicher noch zu teuer

Der Eigen­verbrauchs­anteil lässt sich mithilfe eines Stromspeichers deutlich steigern. Wirt­schaftlich ist das zurzeit aber nicht. Dazu sind die Akkus noch zu teuer. Doch die Zukunft könnte der Speicher­technik gehören – voraus­gesetzt, die Strom­preise steigen weiter und die Speicher werden billiger.

Einspeise­vergütung sinkt weiter

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Fest steht: Die staatlich garan­tierte Vergütung für den ins Netz gespeisten Strom wird weiter sinken. Nachdem der Markt für Solar­strom­anlagen im vergangenen Jahr regelrecht einge­brochen ist, sinkt die Vergütung derzeit aber nur noch moderat um 1 Prozent für jeden Monat, den die Anlage später ans Netz geht.

Tipp: Mit dem kostenlosen Solarstromrechner auf test.de können Sie die zu erwartenden Einnahmen, Ausgaben und die Rendite für Ihre geplante Solar­strom­anlage berechnen. Ausführ­liche Informationen rund um Photovoltaik finden Sie im Buch Photovoltaik – Solarstrom vom Dach.

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