Solarstrom Meldung

Das Wirtschaftsministerium hat inzwischen eine Richtlinie zum 100.000-Dächer-Solarstrom-Programm vorgelegt. Nach den neuen Konditionen gilt für das Förderdarlehen eine Zinsermäßigung von maximal 4,5 Prozent. Für ein Darlehen aus dem 100.000-Dächer-Programm werden Investoren demnach mit einem Zinssatz von 2,5 bis 3 Prozent rechnen müssen.

Privatpersonen können eine Photovoltaikanlage bis zu einer Größe von fünf Kilowatt zu 100 Prozent über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanzieren. Unternehmen oder Freiberufler, die umsatzsteuerpflichtig sind, können diese Kredite nur noch für die Hälfte der Investitionskosten (bis zu 6.750 Mark je Kilowatt) beanspruchen. Trotzdem schneiden sie besser ab: Für sie ist die Photovoltaikanlage 16 Prozent billiger als für Privatpersonen, weil sie die Umsatzsteuer vom Finanzamt zurückerstattet bekommen.

Wer genau nachrechnet, wird daher die gewerbliche Variante wählen. Allerdings gibt es unter den Finanzämtern keine einheitliche Linie: Die einen verneinen eine gewerbliche Tätigkeit, wenn ein ­ privater ­ Betreiber nicht viel mehr Strom produziert als er selbst in seinem Haus verbraucht. Andere Finanzämter bestehen sogar darauf, dass es sich dabei um eine gewerbliche Tätigkeit handelt, wenn der Solarstrom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz direkt ins Netz eingespeist und verkauft wird.

Tipp:

Um ganz sicher zu gehen, empfiehlt sich eine verbindliche Voranfrage an das Finanzamt. Bestreitet es die gewerbliche Tätigkeit, bleibt immer noch die Möglichkeit, sich mit anderen in einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zum Betrieb einer oder mehrerer Photovoltaikanlagen zusammenzuschließen.

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