Wer seine Solarstromanlage ab 1. April in Betrieb nimmt, soll für den eingespeisten Strom 15 Prozent weniger erhalten.

Weniger Geld. Die Bundesregierung will die Förderung für Solarstrom demnächst um weitere 15 Prozent kürzen. Eigentümer, die eine typische Hausdachanlage bis zu einer Leistung von 30 kW nach dem 1. April ans Netz anschließen, sollen statt 39,14 Cent nur 33,27 Cent für jede Kilowattstunde (kWh) erhalten, die sie ins Netz einspeisen. Der Bundestag muss der geplanten Kürzung allerdings noch zustimmen.

Eigenverbrauch. Am besten fahren Betreiber, wenn sie so viel Solarstrom wie möglich selbst nutzen. Denn die derzeit gezahlten 22,76 Cent je kWh bleiben von dieser Kürzung verschont. Dazu kommt die Stromkostenersparnis von durchschnittlich 20 Cent je kWh. Im Vergleich zur Netzeinspeisung sparen sie rund 10 Cent pro kWh Strom, den sie im Haushalt selbst verbrauchen.

Renditen. Finanztest-Berechnungen zeigen: Auch nach der Kürzung erzielen Anlagebetreiber gute Renditen. Der Durchschnittspreis für Solarstromanlagen wird im Laufe des Jahres wahrscheinlich deutlich unter 3 000 Euro pro kW Leistung fallen. An Standorten mit durchschnittlicher Sonneneinstrahlung (Stromertrag etwa 850 kWh pro kW Leistung) sind weiter Renditen von 6 Prozent und mehr drin.

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