Solarstrom Meldung

Durch den Preisrutsch bei Solarmodulen lohnen sich Solarstromanlagen auch bei sinkender Vergütung für den Strom.

Neue Vergütung. Die Bundesnetzagentur hat die neue Vergütung für Solarstrom festgelegt. Für Anlagen, die 2010 in Betrieb gehen, erhalten Betreiber 9 Prozent weniger Geld als 2009. Hat die Anlage eine Leistung bis zu 30 Kilowatt (kW), sinkt die Vergütung von 43,01 auf 39,14 Cent für jede Kilowattstunde (kWh), die der Betreiber ins öffentliche Netz speist. Für selbstgenutzten Strom gibt es 22,76 statt 25,01 Cent/kWh. Die Vergütung ist 20 Jahre lang garantiert.

Hohe Renditen. Die Kürzung stecken Anlagebetreiber locker weg, weil die Preise für die Solarmodule stark gesunken sind. Die Investoren können mit 6 bis 7 Prozent Rendite im Jahr rechnen. Anlagen bis zu 10 kW Leistung, wie sie für Einfamilienhäuser typisch sind, kosten nach Angaben der Zeitschrift Photon mit Montage im Schnitt unter 3 400 Euro pro kW – 30 Prozent weniger als im Vorjahr.

Weitere Kürzung. Die Koalition prüft derzeit eine deutlich höhere Kappung der Vergütung, um eine Übersubventionierung zu vermeiden. Doch erst muss eine Gesetzesänderung durchs Parlament. Das wird bis Januar kaum gelingen. Neue Vergütungen wird es wohl erst im Laufe des kommenden Jahres geben.

Weiterer Preissturz. Experten rechnen aber auch mit weiter sinkenden Preisen für Solarmodule. Außerdem könnte eine kräftige Senkung der Vergütungssätze im nächsten Jahr die Preise drücken. Bernd Schüßler von der Zeitschrift Photon erwartet für diesen Fall Komplettpreise für kleine Dachanlagen von nur noch 2 200 bis 2 900 Euro pro kW. Seine Prognose: „Selbst wenn die Vergütung 2010 um insgesamt rund 30 Prozent gekürzt wird, dürften Hauseigentümer weiterhin gute Renditen von 5 bis 9 ­Prozent erzielen.“

  • Tipp: Berechnen Sie die Rendite Ihrer geplanten Solarstromanlage mit unserem Solarstromrechner.

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