Solarstrom Geld verdienen auf dem Dach

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Geringes Risiko und umweltfreundliche Rendite. Wer eine eigene Photovoltaikanlage errichtet, Solarstrom produziert und ins öffentliche Netz einspeist, kann sich mithilfe des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die nächsten 20 Jahre finanziell großzügig unterstützen lassen. Für kaum eine andere Investition lassen sich Einnahmen und Ausgaben langfristig so gut kalkulieren wie für eine Solarstromanlage. Und das Beste daran: Das „Kraftwerk“ auf dem Dach bringt Hauseigentümern sogar eine kleine Rendite.

Inhalt

Geringes Risiko

Das EEG garantiert Betreibern einer Photovoltaikanlage 20 Jahre lang sichere Einnahmen, vorausgesetzt sie speisen den Strom ins öffentliche Netz ein. Geht die Anlage bis Ende 2006 in Betrieb, erhalten sie vom Versorgungsunternehmen 51,8 Cent für jede eingespeiste Kilowattstunde (kWh) - also fast das Dreifache dessen, was sie für Strom aus dem öffentlichen Netz zahlen müssen. Auch Anlagen, die erst 2007 in Betrieb gehen, lohnen sich noch. Für sie sinkt die Vergütung nur wenig auf 49,21 Cent pro kWh. Der Vorteil des subventionierten Strompreises: Er bietet Betreibern gute Chancen, ihre hohen Investitionskosten wieder hereinzuholen und die laufenden Betriebsausgaben zu decken. Hinzu kommt: Hauseigentümer können mit einer kleinen jährlichen „Solarrendite“ zwischen 1 und 5 Prozent des Kapitals rechnen, das in der Anlage steckt.

Anschaffungskosten

Solarmodule sind teuer. Dazu kommen noch Ausgaben für die Dachunterkonstruktion, die Montage und einen Wechselrichter, der den produzierten Gleichstrom in den netzfähigen Wechselstrom umwandelt. Eine für Einfamilienhäuser typische Anlage mit einer Spitzenleistung von 3 Kilowatt (kWp) kostet mit Mehrwertsteuer 16 000 bis 22 000 Euro. Das entspricht pro Kilowatt Spitzenleistung gut 5 000 bis 7 000 Euro für eine fertig installierte Anlage. Immerhin können sich Eigentümer die Mehrwertsteuer in Höhe von 16 Prozent des Nettopreises zurückholen. Dazu füllen sie für das Finanzamt einen Fragebogen über die Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit aus und geben eine Umsatzsteuervoranmeldung ab. Wie jeder andere Unternehmer sind sie dann zum Vorsteuerabzug berechtigt. Sie erhalten die Umsatzsteuern zurück, die sie für Anschaffungen und laufende Betriebsausgaben gezahlten haben. Dadurch sinkt der Preis auf etwa 4 500 bis 6 500 Euro pro kWp. Der Eigentümer muss dann zwar auf seine Einnahmen 16 Prozent Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Die Steuer kann er jedoch vorher dem Netzbetreiber in Rechnung stellen, er leitet sie lediglich weiter.

Betriebskosten und Einnahmen

Solaranlagen sind robust und wartungsarm. Dennoch sollten Hauseigentümer Rücklagen für Wartung, Reparaturen, einen neuen Wechselrichter oder andere Ersatzteile einkalkulieren. In der Regel fallen pro Jahr 25 bis 30 Euro Miete für den Zähler an, mit dem der eingespeiste Strom gemessen wird. Dazu kommen Beiträge für eine Photovoltaikversicherung oder Beitragszuschläge für die bestehende Gebäudeversicherung. Investoren müssen mit jährlichen Betriebskosten in Höhe von 1,0 bis 1,5 Prozent der Anschaffungskosten rechnen. Auf der Habenseite stehen die Einnahmen aus der Stromeinspeisung. Je nach Standort kann eine Solaranlage in Deutschland jährlich 700 bis über 1 000 kWh Strom pro Kilowatt Spitzenleistung (kWp) produzieren. Beträgt die Stromausbeute zum Beispiel 800 kWh, liefert eine 3-kW-Anlage in 20 Jahren 48 000 kWh Strom. Bei einer Einspeisevergütung von 51,8 Cent pro kWh ergibt das Einnahmen von knapp 25 000 Euro.

Rendite und Steuern

Einnahmen und Ausgaben müssen Anlagebetreiber in ihrer Einkommensteuererklärung abrechnen, wenn auf 20 Jahre gerechnet ein Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben zu erwarten ist. Das ist bei neuen Solaranlagen meist der Fall. Die Gewinne eines Jahres setzen sich aus Stromvergütung minus Ab­schrei­bung, Zinsen und Betriebskosten zusammen und sind zu versteuern. Auf der anderen Seite kann der Betreiber Anlaufverluste mit seinen übrigen Einkünften verrechnen und Steuern sparen. Das Beste an einer Solaranlage aber ist: Sie verspricht nicht nur einen Gewinn für den Investor, sondern auch für die Umwelt. Schon eine 3-kWp-Anlage spart jedes Jahr den Ausstoß von mehr als zwei Tonnen Kohlendioxid.

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