Solarfonds Meldung

Das Interesse an Sonnenstrom ist so groß, dass Solarmodule dieses Jahr schon ausverkauft sind. Wer noch nicht geordert hat, muss bis nächstes Jahr warten. Das Foto zeigt das Solarkraftwerk auf dem Dach des Messegeländes in Freiburg.

Das Angebot an Solarfonds wächst. „Schuld“ ist der Gesetzgeber, der die Einspeisevergütung für Solarstrom erhöht hat. Dadurch ist die mögliche Rendite von Solarfonds gestiegen. „Früher waren etwa 4 Prozent drin, heute sind es zwischen 6 und 7 Prozent“, sagt Harald Schützeichel von der Freiburger Stiftung Solarenergie.

Solarfonds sind ähnlich wie Windkraftfonds in Form von geschlossenen Fonds organisiert. Der Anleger beteiligt sich an einem Unternehmen, das eine Solaranlage baut. Damit das Unternehmen erfolgreich ist und der Anleger sein Geld nicht verliert, muss es seriös kalkuliert sein – zumal, wenn man die langen Laufzeiten solcher Fonds bedenkt: in der Regel 20 Jahre.

Unternehmensbeteiligungen sind riskant und für viele Anleger Neuland. Die Stiftung Solarenergie bietet deshalb einen „Solar-Beteiligungs-Check“ an. Hier sind einige wichtige Punkte, die Anleger beachten sollten:

  • Angaben zum Projekt. Aus dem Verkaufsprospekt einer Beteiligung muss hervorgehen, an welchem Standort, mit welcher Leistung und welcher Technik ein Solarkraftwerk errichtet werden soll. Er muss den Gesellschaftsvertrag enthalten, den Investitionsplan und Angaben über die Risiken.
  • Kosten. Im Investitionsplan sollten Aufwendungen für die Wartung und die Versicherung der Solaranlage gegen Schäden enthalten sein. Zur Deckung der Verwaltungskosten wird gelegentlich ein „Aufgeld“ (Agio) verlangt. „Das sollte 3 Prozent grundsätzlich nicht übersteigen“, sagt Schützeichel.
  • Ertrag. Wie viel Strom eingespeist werden kann, hängt vom Sonnenschein ab. Gutachten darüber erstellt zum Beispiel das Fraunhofer Institut. Von den Ertragsprognosen sollten sicherheitshalber 5 Prozent abgezogen werden. Auch die Leistungsfähigkeit der Solarmodule ist wichtig. Die nachlassende Leistung muss sich in der Schätzung der jährlichen Stromerlöse niederschlagen. Üblich sind Abschläge von 0,5 bis 1 Prozent pro Jahr.

Tipp: Der „Solar-Beteiligungs-Check“ kann unter www.stiftung-solarenergie.de abgerufen werden. Auch www.ecoreporter.de bietet Informationen über Solarfonds an.

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