Tipps für Betreiber mit geringem Verbrauch

Wenn der Wechsel­richter Ihrer Solar­anlage tatsäch­lich wenige Kilowatt­stunden Strom im Jahr verbraucht hat, wird es schwieriger für Sie, sich gegen die Rechnung Ihres Grund­versorgers zu wehren. Uns liegen Fälle vor, in denen eine Kilowatt­stunde pro Jahr verbraucht wurde, dafür aber eine Grund­gebühr von rund 60 Euro jähr­lich berechnet wurde.

Bundes­netz­agentur geht von Vertrags­abschluss aus

Die Bundes­netz­agentur vertritt die Auffassung, dass bei jeder Entnahme von Strom, und sei es noch so wenig, ein Vertrags­abschluss statt­gefunden habe (siehe „Strombe­zug von PV-Anlagen“, bundesnetzagentur.de). Ob eine Einordnung in die Grund­versorgung und die Abrechnung einer monatlichen Grund­gebühr gerecht­fertigt ist, dazu äußert sich die Bundes­netz­agentur nicht. Die Schlichtungs­stelle Energie hat im März 2013 in einem Verfahren mit einem Verbrauch von 14 kWh jähr­lich eine Jahres­pauschale von 5 Euro vorgeschlagen (Schlichtungsstelle Energie, Az: 4615/13). Der Versorger hat den Spruch des Ombuds­mannes allerdings nicht akzeptiert.

Tarifwechsel möglich

Sie müssen nicht Vertrags­partner Ihres Grund­versorgers bleiben, sondern können, wie beim Haus­halts­strom auch, den Anbieter wechseln. Vergleichen Sie die Preise zwischen Ihrem Grund­versorger und dem Ökostromanbieter Natur­strom. Er bietet den Tarif „Betriebsstrom für PV-Anlagen“ an. Wenn Sie nicht mehr als 200 kWh pro Jahr verbrauchen können Sie diesen Tarif abschließen.

Muster­verfahren unterstützen

Der Solidarfonds Null­verbrauch plant auch Muster­verfahren für Fälle von geringem Strom­verbrauch anzu­strengen. Informationen finden Sie auf der Seite nullverbrauch.de.

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