Tipps

  • Geeignete Standorte: Ein nach Süden geneigtes Hausdach gilt oft als die einzig wahre Variante, um Sonnenenergie zu ernten. Aber: Südost- oder Südwestausrichtung verringert den Nutzen nur unwesentlich. Anstelle des Schrägdachs kann es auch ein Flachdach sein, auf dem sich die Kollektoren mit Gestellen in Position bringen lassen. Geeignet sind auch Garagen, Carports oder Wintergärten – wo zugleich die schattenspendende Wirkung zählt. Selbst Häuser, die auf der Südseite „nur“ eine Giebelwand schmückt, müssen auf Solartechnik nicht verzichten. Auch an Fassaden lassen sich Kollektoren auf verschiedene Weise montieren.
  • Plan für die Zukunft: Oft ist die solare Warmwasserbereitung nur der Anfang. Viele Nutzer sind davon so begeis­tert, dass sie später mit mehr Kollektoren auch die Heizung unterstützen wollen. Diese Umrüstung ist zwar machbar, aber teuer. Überlegen Sie deshalb besser schon vorher, ob eine solche Kombi-Solaranlage infrage kommt – und entscheiden Sie sich im Zweifelsfall dafür. Falls Sie damit liebäugeln, später zusätzlich sogar mit Solarmodulen Strom zu erzeugen, sollten Sie schon jetzt Dach- und Fassadenflächen geschickt aufteilen. Damit das Gesamtkunstwerk am Ende gut und nicht nach einem Flickenteppich aussieht.
  • Warmwasseranschluss: Die Sonne erwärmt das Wasser quasi gratis. Dies sollten Sie nutzen und den Geschirrspüler (falls dafür geeignet) ans Warmwasser anschließen. Mit speziellen Waschmaschinen oder Vorschaltgeräten lässt sich Warmwasser auch für die Wäsche nutzen.
  • Früh zapfen: Im Sommer schaltet die Anlage oft bereits um die Mittagszeit ab, weil der Speicher voll aufgeheizt ist. Schade. Mit einigen Tricks lässt sich mehr Sonnenenergie nutzen: Vormittags duschen, Geschirr spülen und waschen. Es kann sogar sinnvoll sein, Wärme abzuzweigen, um damit den Keller zu beheizen (vorbeugend gegen Feuchte- und Schimmelprobleme). Am einfachsten klappt das, wenn Sie im Sommer behutsam einen Teil der Dämmung am Speicher oder am Rücklaufrohr öffnen (im Herbst wieder schließen!).
  • Nachheizen: Wird das Warmwasser knapp, springt automatisch der Heizkessel an, um nachzuheizen. Dies ist mitunter ärgerlich, wenn direkt danach die Sonne scheint. Stellen Sie daher die Solltempe­ra­tur für den Bereitschaftsteil so niedrig ein, dass die Regelung die Nachheizung nicht zu früh startet. Möglich ist auch eine Programmierung, die das Nachheizen erst abends zulässt. Falls das Warmwasser vorher langsam zur Neige geht, kann man den Heizkessel per Hand einschalten.
  • Heizkessel: Ausschalten In den Sommermonaten können Sie den Heizkessel sogar ausschalten. So können Sie sichergehen, dass die Nachheizung nicht zum Zuge kommt. Außerdem lässt sich auf diese Weise zuverlässig überprüfen, ob Ihre Solaranlage gut funktioniert.

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