Solar Millennium Meldung

Ende Juni ist es dem Insolvenzverwalter der Pleitefirma Solar Millennium aus Erlangen gelungen, die zwei größten US-Projekte des Unternehmens zu verkaufen. Zumindest ein Teil des Erlöses von rund 80 Millionen US-Dollar wird geschädigten Anlegern zugute kommen.

30 000 Geschädigte

Wie berichtet Solar Millennium: Weiter Suche nach Investoren, erhalten die 14 000 Aktionäre, die Gesellschafter der Solar Millennium AG sind, im Insolvenzverfahren erst Geld, wenn die Ansprüche aller anderen Gläubiger befriedigt sind. Das ist jedoch weiter wenig wahrscheinlich. Nicht mehr ganz so düster sieht es für die 16 000 Anleger aus, die Inhaber-Teilschuldverschreibungen gezeichnet haben. Ob sie Geld zurück bekommen hängt davon ab, wie viel Vermögen die Gesellschaft am Ende des Insolvenzverfahrens noch hat. Dieses Vermögen könnte sich durch den Verkauf der US-Projekte deutlich erhöhen.

Erfolgreiche Auktion für US-Beteiligungen

Die Käufer der Projektgesellschaften für die geplanten Solarkraftwerke Blythe und Palen haben angekündigt, die Projekte bald fortsetzen zu wollen. Ein Teil des Kaufpreises in Höhe von 80 Millionen US-Dollar wird erst bei Erreichen von Projektmeilensteinen fällig. Ob der Kaufpreis zumindest teilweise den Gläubigern der Solar Millennium AG zugute kommt, hängt noch davon ab, welche der in den USA anhängigen Insolvenzforderungen durch das zuständige US-Gericht anerkannt werden. Denn die erzielten Kaufpreise dienen zunächst der Deckung der Verfahrenskosten sowie der Befriedigung bestimmter Forderungen in den USA, über deren Höhe noch gestritten wird, wie Insolvenzverwalter Volker Böhm mitteilt.

Teil des Geldes kommt Gläubigern zugute

In den Verhandlungen mit den Bietern und dem amerikanischen Gläubigerausschuss erreichte Böhm, dass bisher nicht in Anspruch genommene projektbezogene Bürgschaften, abgelöst werden. Dies führe bereits kurzfristig zu einem Mittelzufluss in Millionenhöhe zugunsten der Gläubiger der Solar Millennium AG, erklärt Böhm.

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