Solar Millennium Meldung

Utz Claassen, ehemaliger Kurzzeitchef der Solar Millennium AG in Erlangen hat das Unternehmen und einige Tochterunternehmen in den USA auf 265 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt. Das Unternehmen habe ihm durch öffentliche Äußerungen nach seinem Ausscheiden im März 2010 geschadet, meint Classen.

Claassen findet keinen guten Job mehr

Claassen, der eine Antrittsprämie von neun Millionen Euro von dem Unternehmen verlangte, um es dann – nach nur 74 Arbeitstagen – zu verlassen, gibt Solar Millennium die Schuld an seiner seither offenbar vergeblichen Jobsuche. Wegen der rufschädigenden Äußerungen von Solar Millennium in der Öffentlichkeit und gegenüber der Presse habe er keine adäquaten Angebote für Managerposten mehr bekommen, heißt es sinngemäß in der Klageschrift.

Mehrere Firmen verklagt

Claassen hat deshalb die Solar Millennium AG, deren US-Tochter Solar Millennium Inc. und die Solar Trust of America LLC, an der die Solar Millennium Inc. eine 70-prozentige Beteiligung hält, verklagt. Die übrigen 30 Prozent an der Solar Trust of America LLC hält Ferrostaal.

US-Tochter ist auch insolvent

Sollte Claassens Klage in den USA erfolgreich sein und in Deutschland anerkannt werden, ist es relativ unwahrscheinlich, dass Claasen Schadenersatz erhält. Denn nach der Pleite des Mutterkonzerns Solar Millennium hat inzwischen auch die US-Tochter Insolvenz angemeldet. Claassen dürfte es deshalb ähnlich wie Zehntausenden Gläubigern gehen, die so gut wie keine Aussicht auf Rückzahlungen ihres Schadens haben. Er müsste die erstrittene Schadenersatzsumme zur Insolvenztabelle anmelden. Dort stehen bereits Ansprüche in Höhe von knapp 230 Millionen Euro.

Weiterer Rechtsstreit in Nürnberg

Claassen führt bereits einen Rechtsstreit gegen Solar Millennium. Dabei geht es darum, ob eine mit Solar Millennium vereinbarte Antrittsprämie für den Manager in Höhe von neun Millionen Euro nach nur 74 Tagen Arbeit rechtens war.

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