Solar-Investments Meldung

Die Regierung plant tiefe Einschnitte in die Solarförderung. Das Vorhaben ist für viele Anleger ungünstig.

Aktien und Fonds. Die Aktien deutscher Solarfirmen reagierten auf die Regierungspläne mit starken Kursverlusten. Aktien wie die von Solarworld oder des Solarzellenherstellers Q-Cells sind ohnehin sehr schwankungsanfällig und eignen sich nur für sehr risikobereite Anleger. Als Alternativen bieten sich gute Umwelttechnologie-Fonds wie der SAM Smart Energy EUR B (Isin LU 017 557 173 5) oder ein Indexfonds auf den solarlastigen TecDax (ishares TecDax, Isin DE 000 593 397 2) an. Aber auch solche Fonds sollten Anleger nur als Beimischung mit geringer Gewichtung ins Depot nehmen.

Festverzinsliche Anleihen. Mit Schuldverschreibungen zur Finanzierung von Solarprojekten gehen Anleger ein hohes Risiko ein. Wer den Kauf von Einzelaktien zu wagemutig findet, sollte auch von solchen Anleihen die Finger lassen. Das gilt zum Beispiel für die Anleihen, die von Solar Millennium herausgegeben wurden. Falls das Unternehmen pleitegeht, droht der Totalverlust des eingesetzten Geldes. Die hohe Verzinsung relativiert sich, wenn man das erhebliche Risiko für den Anleger dagegenstellt. Auch die Beteiligung an einem Jahrhundertprojekt wie das in der Sahara geplante „Desertec“ ist kein Garant für die Rückzahlung einer Solaranleihe.

Geschlossene Beteiligungen. Neuaufgelegte geschlossene Solarfonds eignen sich nur für Anleger, die sich intensiv mit dem Projekt befassen wollen und kein Problem damit haben, ihr Geld auf mehrere Jahre festzulegen. Die Unsicherheit über die künftige Förderung macht solche Fonds noch riskanter. Wie bei allen geschlossenen Beteiligungen ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich.

Solarstromanlagen. Die Anschaffung einer Solarstromanlage auf dem eigenen Dach bleibt für Hauseigentümer dagegen attraktiv. Warum das so ist, zeigen wir in der Meldung Solarstrom.

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