Eine nicht funktionierende Software darf der Käufer selbst dann zurückgeben, wenn der Fehler mit Zusatzdisketten behoben werden kann, entschied das Oberlandesgericht Köln (Az: 19 U 94/99). Ein Kunde hatte einen Computer samt Software gekauft. Dabei hatte ihm der Händler verschwiegen, dass man das Programm wegen einer Sperre nur mit Hilfe von Disketten zum Laufen bringen konnte, die er nicht mit übergeben hatte.

Eine derart schwer zu überwindende Programmsperre sahen die Oberlandesrichter als Mangel an, der zur Reklamation berechtige. Dass der Käufer bei der Gelegenheit auch gleich den Computer zurückgeben wollte, fanden sie jedoch nicht in Ordnung. Schließlich sei der Rechner selbst voll funktionstüchtig gewesen.

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