Modelleisenbahn war einmal, historische Loks am Computer selber fahren ist angesagt. Ein Hobbyprogramm für alle, die den Blick aus einem Führerstand suchen.

Saubere Abteile, pünktliche Züge, ein Fensterplatz für alle – was uns die Realität vorenthält, erleben wir beim PC-Spiel „Train Simulator“. Es fesselt Liebhaber nostalgischer Dampfeisenbahnen und Modellbauer durch seine Detailfülle und den vom Spieler verlangten virtuellen Kampf mit der Technik. Wer gleich nach der Programminstallation eine Dampflok wie die Gölsdorf 380 aus dem Bahnhof ziehen will, scheitert sicher. So sehr ist ihre Steuerung dem Original nachempfunden.

Nach ungefähr einer Stunde Lernzeit ist der Lokeleve aber fit für die erste Ausfahrt. Und die entschädigt Fans ganz bestimmt für jeden vorher vergossenen Schweißtropfen. Der Führerstand ist lebensecht, das Fahrgeräusch ändert sich zum Beispiel im Tunnel, und auch die Signalhörner der angebotenen Loks klingen ganz unterschiedlich. „Reale“ Landschaften fliegen vorüber und so will wohl niemand mehr den Platz im Führerstand aufgeben.

Für Abwechslung sorgt vielerlei: Aus der „Zuschauerperspektive“ sieht man den Zug in Augenhöhe auf sich zurollen und dann mit einem Schwenk wegfahren. Eine Draufsicht und eine Seitenkameraansicht ergänzen die Kameraeinstellungen. Um beispielsweise zu beobachten, wie man einen Stromabnehmer aus- oder einfährt, kann die Außenkamera „gezoomt“ werden.

Pannen, schlechtes Wetter, Baustellen und dergleichen fordern den ganzen Kerl. Nur mit etwas Erfahrung wird man mit den Vorräten wie Kohle, Wasser, Dieselkraftstoff und Bremssand richtig haushalten. Ein gedrucktes Handbuch und Drinks im Speisewagen wären noch wünschenswert. Dann stünden alle Signale auf Grün.

Produktinformation

Train Simulator

Anbieter: Microsoft
Genre: Simulation
Plattform: PC
Alter: ohne Beschränkung
Preis: etwa 62 Euro
System: Pentium 233 MHz, 64 MB Ram

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