Steuern und Sozial­abgaben: Das Finanz­amt will erfreulich wenig

Steuern. Steuer­pflichtig ist von einer Sofortrente nur ein kleiner Teil, der sogenannte Ertrags­anteil. Er hängt davon ab, wann die Rente beginnt. Wird die erste Rente über­wiesen, wenn der Versicherte 65 Jahre ist, sind nur 18 Prozent der Rente steuer­pflichtig. Ist er 63 Jahre bei Renten­beginn, sind es 20 Prozent, ist er 67 Jahre, 17 Prozent. Von 340 Euro Rente zählen dann nur rund 61 Euro zum steuer­pflichtigen Einkommen. Die Höhe der Steuer darauf hängt von den sons­tigen steuer­pflichtigen Einkünften ab. Wer wenig Einkommen hat, zahlt unter Umständen gar keine Steuern auf seine Rente. Selbst von gutbetuchten Ruhe­ständ­lern würde das Finanz­amt nicht mehr als 30 Euro kassieren.

Sozial­abgaben. Pflicht­versicherte in der gesetzlichen Kranken­versicherung und privat Kranken­versicherte müssen von ihrer privaten Rente keine Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung zahlen. Für Rentner, die freiwil­lig gesetzlich kranken­versichert sind, wird es dagegen happig. Sie zahlen 16,35 Prozent (Kinder­lose: 16,6 Prozent) plus individuellem Zusatz­beitrag ihrer Krankenkasse. Freiwil­lig versichern müssen sich gesetzlich kranken­versicherte Rentner nur dann, wenn sie

  • keine gesetzliche Rente beziehen oder
  • in der zweiten Hälfte des Berufs­lebens nicht mindestens 90 Prozent der Zeit in einer gesetzlichen Kasse pflicht-, freiwil­lig oder familien­versichert waren.

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