Check­liste: So passt der Vertrag

Vertrag ist nicht gleich Vertrag. Wie beim Neuwagenkauf können Sie bei der Sofortrente unterschiedliche Ausstattungs­merkmale wählen.

  • Über­schuss­beteiligung. Über­schüsse, die Versicherer erwirt­schaften, können die garan­tierte Mindest­rente auf unterschiedliche Art aufpeppen. Wir empfehlen die voll­dynamische Auszahlungs­form. Bei dieser Variante fängt die Über­schuss-Rente nied­rig an und steigt dann beständig. Eine einmal erreichte Höhe kann nicht gekürzt werden. Alternativen sind etwa eine etwas höhere Anfangs­rente, die dann konstant bleibt oder sogar eine deutlich höhere Anfangs­rente, die konstant fällt. Nachteil: Bei beiden können die Über­schüsse komplett wegfallen. Es gibt weitere Misch­formen.
  • Todes­fall­schutz. Wenn Sie früh sterben, bleibt Ihr Rest­kapital, das noch nicht als Rente ausgezahlt wurde, beim Versicherer. Sie können das verhindern, wenn Sie eine Renten­garan­tiezeit vereinbaren, für die die Rente mindestens ausgezahlt wird. Wir empfehlen die Garantie nur Menschen, die Hinterbliebene haben, denen sie das Rest­kapital zukommen lassen wollen. Die Kosten für die Garantie steigen deutlich bei längerer Lauf­zeit.
  • Kapital­auszahlung. Auch wenn Sie notfalls auf einen Schlag an Ihr Geld kommen wollen, sollten Sie eine Renten­garan­tiezeit vereinbaren. Nur inner­halb dieser Zeit können Sie dann eine Summe bis zur Höhe der vereinbarten Todes­fall­leistung entnehmen. Auch Kapitalzah­lungen in Höhe des vorhandenen Kapitals oder eines vom Versicherer berechneten Rück­kaufs­wertes sind möglich.
  • Pflege­option. Pflege kann teuer sein. Deshalb bieten einige Versicherer die Möglich­keit, die Rente bei Pflegebedürftig­keit zu erhöhen. Das kann eine sinn­volle Ergän­zung sein. Nur manchmal ist diese Option im Tarif enthalten (Test­ergeb­nisse Renten Einmalbeitrag 12/2015, „Pflege­option“). Testsieger Europa bietet sie nicht, aber der zweit­beste Tarif im Test, „R 2015S“ der HanseMerkur.

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