Social Media Marketing Meldung

Soziale Netzwerke gewinnen im Marketing rasch an Bedeutung. Zahlreiche Firmen sind bereits auf Facebook, Xing, Youtube oder über Twitter präsent. Hier entwickelt sich ein neues Berufsfeld, das Einsteigern Chancen bietet.

Fast jede zweite Firma nutzt soziale Netzwerke

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„Social Media Marketing“ – erklärt im Audio.

Zunehmend nutzen Firmen Social Media für Marketing, Vertrieb und Mitarbeitersuche, berichtet der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). „Soziale Medien sind auf dem Weg vom Soll zum Muss“, so Bitkom-Präsident Professor Dieter Kempf. 47 Prozent der von Bitkom befragten Firmen sind dort aktiv, weitere 15 Prozent wollen demnächst einsteigen. Hauptziele seien die Steigerung des Bekanntheitsgrades, die Gewinnung neuer Kunden, die Pflege von Kundenbeziehungen. Dies ergab eine Befragung von 723 Unternehmen aller Branchen.

Neue Jobchancen

Hier entwickelt sich ein neues Berufsfeld. 86 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten haben eigene Mitarbeiter eingestellt, die sich um die Steuerung der Social-Media-Aktivitäten kümmern. Entsprechend geschulte Fachleute sind gefragt. Für Einsteiger bieten sich hier berufliche Möglichkeiten. Die Stiftung Warentest hat Kurse getestet, die kein Vorwissen verlangen. Sie laufen über ein bis zwei Tage, bieten aber einen guten Einstieg ins Thema.

Großunternehmen entwickeln Richtlinien

Vor allem Großunternehmen setzen gezielt aufs Social Media Marketing. Die meisten haben so genannte Social Media Guidelines aufgestellt, die Mitarbeitern Richtlinien für die berufliche Nutzung sozialer Medien geben. Viele betreiben auch Social Media Monitoring. Sie beobachten also, was im Internet über ihre Produkte oder Marken gesagt wird. Vor allem mittelständische und kleine Unternehmen haben dagegen bei Social Media Nachholbedarf, erläutert Dieter Kempf. Laut Bitkom-Umfrage sind 41 Prozent der Mittelständler bislang nicht im Social Web aktiv. Die Gründe sind vielfältig: Zu hoher finanzieller Aufwand, Datenschutzbedenken. Zudem heiße es häufig „das passt nicht zu unserer Unternehmenskultur“ oder „da erreichen wir unsere Zielgruppen nicht“.

„Zentrale Anlaufstellen im Web“

Am meisten eingesetzt werden bekannte Netzwerke wie Facebook, Xing oder Google+ und der Kurznachrichtendienste wie Twitter. Zusätzlich setzen 36 Prozent der befragten Firmen Blogs ein, 28 Prozent sind auf Youtube oder Flickr präsent, wo Filme und Bilder eingestellt werden. „Soziale Netzwerke haben sich zu zentralen Anlaufstellen im Web entwickelt und sind wegen ihrer hohen Reichweite die mit Abstand beliebteste Plattform für Unternehmen“, so Kempf.

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