Smartwatches Test

Smartwatches wollen die herkömm­liche Uhr ablösen. Die Minicomputer am Hand­gelenk liefern mehr als nur die Zeit. Sie über­mitteln Nach­richten, erinnern an Termine, zählen Schritte, manche ermöglichen Telefonate oder messen den Puls. Unser Uhren­vergleich zeigt: Die meisten Smartwatches haben mehr als einen Tick – ihre Zeit ist noch nicht reif. Keine der zwölf Uhren im Test schneidet gut ab, aber zwei von ihnen funk­tionieren deutlich besser als andere.

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TestSmartwatchestest 10/2015
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Uhren sind stark vom Handy abhängig

Smartwatch bedeutet so viel wie „kluge Uhr“. Ein Display ersetzt das konventionelle Uhren­gehäuse am Armband. Apps auf der Smartwatch ermöglichen Kommunikation, Fitness­funk­tionen und Informationen. Allerdings nur im Zusammen­spiel mit einem Smartphone. Uhr und Handy sind über den Kurz­stre­cken­funk Bluetooth miteinander verbunden. Ohne Mobiltelefon geht kaum etwas, das mindert den Mehr­wert der Uhren erheblich.

Macken offen­barten alle Test­kandidaten

Zwölf Smartwatches für 140 bis 700 Euro haben die Multimedia-Experten der Stiftung Warentest untersucht. Darunter das prominenteste Produkt – die Apple Watch. Im Test wurde klar: Keine Uhr läuft reibungs­los, die Bedienung ist oft wenig intuitiv und auch das Daten­sendungs­verhalten nicht immer unkritisch. Die meisten Akkus halten keine 24 Stunden durch, einige Uhren bieten nicht einmal eine permanente Zeit­anzeige.

Displays bleiben auch mal schwarz

Wird die Zeit dauer­haft ange­zeigt, schröpft das den kleinen Akku der Uhr. Deshalb haben sich einige Anbieter wie etwa Apple gegen eine ständige Zeit­anzeige entschieden. Ihre Nutzer müssen die Uhr erst aufwecken, indem sie sie antippen oder das Hand­gelenk drehen. Mit kurzer Verzögerung erscheint das Ziffern­blatt – im Alltag nervt das.

Nach­richten lassen sich anders beant­worten

Auch die Kommunikation funk­tioniert nicht wie gewohnt. Zwar zeigen beinahe alle getesteten Geräte Kurz­nach­richten, Mails und Mitteilungen aus sozialen Netz­werken wie Facebook an. Antworten lässt sich darauf aber in der Regel nicht wie gewohnt. Häufig geht das nur mit vorgefertigten Texten, Spaß­bildern oder per Sprach­eingabe, weil die virtuelle Tastatur fehlt. Nur eine Uhr im Test bietet diese Tastatur.

Fitness­messungen sind oft verläss­lich

Puls messen, Schritte zählen, eine Wegstrecke bestimmen – viele Uhren lieferten dafür verläss­liche Daten. Fünf Smartwatches gaben den Puls fast EKG-genau an. Drei erfassten Distanzen sogar ohne GPS-Ortung zuver­lässig, andere Uhren schafften das nur, wenn sie mit einem Smartphone und dessen GPS verbunden waren.

Viele Smartwatches müssen täglich ans Ladegerät

Ein Ärgernis der meisten Uhren ist der schlappe Akku. Neun Geräte hielten nicht einmal 24 Stunden bis zum nächsten Aufladen durch. Nur drei Smartwatches liefen tage­lang. Hinzu kommt: Die Akku­lauf­zeit ist stark von der Nutzung der Uhren abhängig. Ist etwa die Fitness-App im Dauer­einsatz, brauchten selbst bessere Akkus schon nach wenigen Stunden eine Verschnauf­pause.

Mehr Auswahl für iPhone-Besitzer

Zum Zeit­punkt unseres Tests ließen sich viele Uhren nicht mit jedem Smartphone nutzen. Die von Apple tauschten sich exklusiv mit iPhones aus, andere kommunizierten nur mit Android-Handys. Inzwischen können zumindest iPhone-Besitzer auch Uhren mit dem Betriebs­system Android verwenden. Das geht, weil Google seit kurzem seine Uhren-App „Android Wear“ für das Betriebs­system iOS anbietet. Werden iPhone und Android-Uhr über die App miteinander gekoppelt, akzeptieren die geprüften Uhren von LG, Sony, Asus und Motorola auch das Apple-Handy als Partner – das ergab ein nach­träglicher Schnell­test unserer Multimedia-Experten. Allerdings schränkt iOS die Uhrennut­zung ein. Kurz­nach­richten etwa lassen sich nicht beant­worten und auch die Fitness­funk­tionen sind abge­speckt.

Test­procedere am Beispiel Apple Watch

Unser Video zeigt anhand der Apple Watch, wie wir die Smartwatches getestet haben und nennt die wichtigsten Vorzüge und Nachteile der Apple-Smartwatch.

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