Wear­ables im Test

Fragen und Antworten

29.04.2021

Hier beant­worten wir die wichtigsten Fragen rund um Smartwatches und Fitness-Tracker.

Wear­ables im Test Testergebnisse für 54 Smartwatches und Fitness-Tra­cker

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Inhalt

Die unterschiedlichen Uhren­typen

Was ist eine Smartwatch?

Smartwatches erfassen wie Fitness-Tracker sport­liche Aktivitäten ihrer Nutzer. Darüber hinaus sind sie aber auch die Außen­stelle des Smartphones direkt am Arm. Sie signalisieren etwa den Eingang von Anrufen oder zeigen einge­hende Nach­richten an. Je nach Funk­tions­umfang der Smartwatch muss das Smartphone für bestimmte Anwendungen mitunter gar nicht mehr aus der Tasche genommen werden oder kann ganz zu Hause bleiben.

Was meint Fitness-Tracker?

Dieses Accessoire erfasst dank eines Beschleunigungs­sensors die Armbewegungen und berechnet daraus die zurück­gelegten Schritte. Viele messen auch den Puls und kalkulieren anhand dieser Sensor­daten, wie viele Kalorien verbrannt wurden.

Was unterscheidet eine Hybrid­uhr von einer Smartwatch?

Das Display ist ähnlich wie bei einer Smartwatch ganz oder teil­weise ein elektronisches Display zur Anzeige von Aktivitäts­daten wie Schritte, Puls oder Kalorien­verbrauch. Hybrid­uhren zeigen die Zeit aber mittels einer klassischen Quarz­uhr und echten, mecha­nischen Zeigern.

Was ist eine Sport­uhr?

Mit Sport­uhren, auch Lauf­uhr genannt, können häufig Nutzer individuelle Trainings­pläne erstellen und Trainings­einheiten akribisch auswerten. Einsatz­gebiet: Wett­kampf­vorbereitung ambitionierter Sport­amateure.

Die Funk­tionen von Smartwatch und Fitness-Tracker

Was meint Navigation?

Das ist die Routenführung auf Basis der Satellitennavigation.

Welche Systeme zur Satellitennavigation gibt es?

Entsprechende Signale senden die vier Systeme GPS (USA), GNSS (Glonass, Russ­land), Beidou (China) und Galileo (EU). Viele mobile Geräte können die Signale mehrerer dieser Systeme auswerten.

Wie funk­tioniert die Puls­messung?

Eine LED im Gehäuseboden leuchtet durch die Haut in die Adern. Die Menge des vom Blut reflektierten LED-Lichts variiert mit dem Herz­schlag – ein Sensor leitet daraus die Puls­frequenz ab.

Was ist ein EKG?

Das Kürzel steht für Elektrokardiogramm – die Messung der elektrischen Aktivität des Herzens, etwa zum Erkennen von Vorhofflimmern. Die EKG-Funk­tion von Smartwatches können aber keine medizi­nische EKG-Unter­suchung beim Arzt ersetzen.

Wie wird die Sauer­stoff­sättigung gemessen?

Die Messung der Sauer­stoff­sättigung im Blut, auch Pulsoximetrie genannt, wird unter anderem als Feature für Berg­steiger oder Menschen mit Schlaf­apnoe beworben. Mit Hilfe von LEDs wird gemessen, wie das Verhältnis von mit Sauer­stoff beladenem Blut­farb­stoff (Hämoglobin) in den roten Blutkörperchen zum ungesättigten Hämoglobin ist.

Was passiert bei der Schlaf­über­wachung?

Modelle mit Schlaf­über­wachung zeigen die gesamte Ruhe­zeit an, viele unterscheiden auch zwischen Tief- und Leicht­schlafphase. Dies geschieht unter anderem über die von den Sensoren erfassten natürlichen Bewegungen beim Schlafen.

Mess­werte genauer machen

Was versteht man unter dem Trainings­modus?

Im Trainings­modus kann man unmittel­bar vor dem Training einstellen, was für eine Sport­art man gerade betreiben möchte (zum Beispiel Joggen oder Schwimmen). Das stellt sicher, dass der Tracker den Trainings­beginn nicht verpasst und die Sensor­daten passend zur gewählten Sport­art auswertet. Einige Fitness-Tracker oder Smartwatches erkennen sport­liche Aktivität auch selbst­ständig an den Bewegungen des Nutzers und stellen sich entsprechend auto­matisch ein. Sie erfassen dabei kontinuierlich Sensor­daten und zum Beispiel den Stand­ort via Satellitennavigation, sofern vorhanden, um möglichst lückenlos und exakt die Trainings­werte zu erfassen. Diese Auto­matik kann aber zu weniger korrekten Angaben als bei manuell gestartetem Trainings­modus führen.

Wie sollte das Armband sitzen?

Auf jeden Fall stramm, und wie etwa Samsung für seine Modelle empfiehlt, zwei Fingerbreit über dem Hand­wurzelknochen. Lose baumelnde Uhren erfassen den Puls nur ungenau. Ebenso wichtig: Der Tracker muss wissen, ob er am rechten oder linken Arm sitzt. Nur so identifiziert er Bewegungen genau. Das kann ihm bei manchen Modellen zum Beispiel im Setup mitgeteilt werden.

Warum sollte der Tracker mit dem Smartphone gekoppelt sein?

Modelle ohne die Option zur Ortung via Satellit (GPS und Co.) tracken Stre­cken im Freien entweder gar nicht (speziell beim Radfahren), zumindest aber deutlich ungenauer als mit Unterstüt­zung vom Smartphone. Es steuert über sein Navigations­modul erforderliche Daten bei. Dafür muss es via App gekoppelt sein. Das verbessert die Genauigkeit der Stre­cken­angaben sogar beim Gehen oder Joggen. Die Schritt­weite variiert ja mit der Belastung und dem Stre­cken­profil, sodass ein Tracker bei der Distanz­messung mehr oder weniger daneben liegt, wenn er die Distanz ausschließ­lich über seinen Schritt­zähler ermittelt.

Welche persönlichen Daten brauchen die Uhren?

Stre­cken­angabe und Kalorien­verbrauch kalkulieren Smartwatches, Fitness-Tracker und Sport­uhren nur dann halb­wegs genau, wenn sie Geschlecht, Größe, Gewicht und Alter ihrer Nutzer kennen. Diese Angaben sollten zumindest halb­wegs genau angegeben werden. Das genaue Geburts­datum ist dafür aber nicht erforderlich.

Wie werden EKG und Pulsoximetrie genauer?

Puls und Sauer­stoff­messung des Blutes verändern sich schon bei geringster Belastung deutlich. Deshalb sollten diese Messungen in Ruhe durch­geführt, ohne die kleinste Bewegung.

Kann ich für genauere Ergeb­nisse einen Brust­gurt nutzen?

Etliche Tracker können zum Beispiel über Bluetooth mit einem Brust­gurt gekoppelt werden, der die Herz­frequenz in der Regel genauer als der Puls­sensor ermittelt. Insbesondere die auch schon im Fitness­studio verbreiteten Marken lassen sich so häufig koppeln. Gelegen­heits­sportler müssen sich auf diese Weise nicht unbe­dingt einen teuren Brust­gurt anschaffen oder können sie so zunächst im Fitness­studio ausprobieren, bevor sie sich zum Kauf entscheiden.

Die Ausstattung

Was ist eine eSIM?

Die elektronische SIM-Karte ist das Pendant zur SIM-Karte in Smartphones. Hintergrund: Etliche Smartwatches werden optional mit integriertem Telefonmodul angeboten und funk­tionieren dann wirk­lich wie ein Smartphone am Hand­gelenk. Die Produkt­namen tragen zum Beispiel den Zusatz „Cellular„ oder „4G“. Herz­stück ist genau solch eine eSIM.

Wofür ist ein NFC-Chip gut?

Uhren mit einge­bautem NFC-Chip ermöglichen das kontaktlose Bezahlen ohne EC- oder Kreditkarte. Allerdings unterstützt nicht jede Uhr jeden Bezahl­dienst­leister und auch die eigene Bank oder das Kredit­institut müssen den Service unterstützen: Alle Geräte mit NFC-Chip für kontaktlose Bezahlung.

Was muss ich beim Wechsel­armband beachten?

Etliche Uhren lassen sich über das Armband personalisieren, wie es in der Werbung so schön heißt. Für sport­liche Aktivitäten muss es aber fest sitzen – Schönheit zählt da weniger. Und Vorsicht: Leder­armbänder machen sich Abends auf einen Cock­tail besser am Arm als im Schwimm­bad oder bei schweiß­treibender Aktivität. Da ist ein robustes Kunst­stoff­armband vielleicht die bessere Wahl.

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Test Wear­ables im Test

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