Wear­ables im Test Test

Sie werden beim Joggen oder Radfahren getragen, messen Puls und Kalorien­verbrauch und zählen die Schritte: Smartwatches, Fitness­armbänder und Lauf­uhren sind im Grunde kleine Computer, die man am Körper trägt. Der Test zeigt: Mit den Fitness­funk­tionen haben die meisten Wear­ables kein Problem, doch bei 12 der 13 geprüften Modelle fanden wir sehr deutliche Mängel im Klein­gedruckten. Fast alle Anbieter senden sensible Daten an Dritt­firmen (Preise: 132 bis 395 Euro). Nur ein Gerät ist gut.

Kompletten Artikel freischalten

TestWear­ables im Testtest 12/2017
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle (inkl. PDF, 6 Seiten).

Smartwatch, Fitness Tracker, Lauf­uhr

Sie heißen Fitness Tracker, Fitness­armband, Activity Tracker, GPS-Lauf­uhr oder Smartwatch. Sie messen den Puls, zählen Schritte und zeigen die zurück­gelegte Strecke an. Nutzer können sie mit ihrem Smartphone verbinden und auf dem großen Display ihre sport­liche Aktivität auswerten. Viele Wear­ables signalisieren, wenn Nach­richten auf dem Smartphone ankommen. Ach ja, die Zeit – die zeigen sie natürlich auch an.

Für Gelegen­heits­sportler, Leistungs­orientierte und Viel­kommunizierer

Wir haben das Test­feld in drei Gruppen gegliedert.

  • Fitness­armbänder. Die Fitness­armbänder im Test beschränken sich weit­gehend auf Schritt­zähler, Kalorien­rechner und die Angabe der Geh- oder Lauf­strecke. Sie richten sich an Gelegen­heits­sportler und an Menschen, die schlicht wissen wollen, wie viel sie sich am Tag bewegt haben.
  • Lauf­uhren. Die Lauf­uhren im Test sind meist etwas teurer und werten Fitness­aktivitäten oft besonders detailliert aus. Sie haben in der Regel auch einen GPS-Empfänger. Sie eignen sich für leistungs­orientierte Jogger und Radfahrer.
  • Smartwatches. Mit einer Smartwatch kann der Nutzer seine Fitness checken. Die von uns geprüften Modelle kosten mindestens 285 Euro, können aber auch besonders viel: Sie analysieren bis zu 16 Sport­arten und telefonieren oder simsen über das Smartphone.

Die Grenzen verschwimmen aber. So könnten zwei der Fitness­armbänder auch als Smartwatch für Einsteiger durch­gehen. Sie haben durch­aus brauch­bare Kommunikations­funk­tionen integriert.

Das bietet der Test Fitness­uhren

Test­ergeb­nisse. Unsere Tabelle zeigt Qualitäts­urteile, Ausstattung und Preise für 5 Fitness­armbänder, 5 Lauf­uhren und 3 Smartwatches. Neben typischen Fitness­funk­tionen wie Puls­messung, Kalorien­verbrauch und Schritte zählen haben wir auch Hand­habung, Halt­barkeit, App und – wo vorhanden – Kommunikations­funk­tionen (Telefonieren, Text­nach­richten) geprüft. Außerdem haben wir alle Fitness­uhren auf Schad­stoffe, Daten­sende­verhalten sowie Mängel im Klein­gedruckten untersucht.

Einordnung. Wir erklären, für welche Zielgruppe sich welche Produkte eignen und welche Zusatz­anwendungen die einzelnen Produktkategorien bieten.

Heft-Artikel. Sie erhalten Zugriff auf das PDF zum Artikel aus test 12/2017.

Drei Uhren messen den Puls so gut wie Brust­gurte die Herz­frequenz

Den Puls messen die geprüften Uhren alle mittels Leucht­dioden und Sensoren am Uhrenboden. Drei Modelle im Test machen das gut: Sie messen den Puls etwa so genau wie die zum Vergleich verwendeten Brust­gurte die Herz­frequenz. Zumindest bei wenig Bewegung. Geht es aber mit heftiger sport­licher Aktivität so richtig zur Sache, schla­ckern die Puls­messer der Fitness­armbänder im Test schon mal am Hand­gelenk und messen dann ungenau. Das passiert mit Brust­gurten nicht.

Navigation für Outdoor

Die meisten Fitness­armbänder berechnen die zurück­gelegte Strecke näherungs­weise mit den gezählten Schritten und bestenfalls mit einer vorher einge­gebenen Schritt­länge. Doch Trainings­zustand und Gelände wirken auf die Schritt­länge ein. Ob der Läufer müde ist oder nicht, ob es bergab oder berg­auf geht und sich so die Schritt­länge ändert, weiß das Armband nicht. Modelle mit Satelliten­ortung sind genauer. Sie richten sich eher an versierte Sportler, die mit ausgefeilten Trainings­plänen arbeiten. Unter freiem Himmel weiß die Uhr genau, wo sie ist und ermittelt zurück­gelegte Distanzen korrekt. Alle Smartwatches und Lauf­uhren (mit Ausnahme der Fitbit Blaze) sowie das Fitness­armband Samsung Gear Fit2 haben ein Modul zur Satellitennavigation integriert. Immerhin werten die Apps der anderen Modelle auch das GPS-Signal des verbundenen Smartphones aus.

Schlaue Mini-Handys fürs Hand­gelenk

Smartwatches sind trag­bare Multi­funk­tions-Daten­ver­arbeiter. Ihre Abstammung tragen sie im Namen: Apple, Samsung und Huawei produzieren Smartphones und eben auch Mini-Handys fürs Hand­gelenk. Die Smartwatches im Test sind mit etwa 300 bis 400 Euro deutlich teurer als Fitness­armbänder und Lauf­uhren. Huawei und Samsung sind auch größer und dicker. Insbesondere die Huawei Watch 2 passt mit mehr als 14 Milli­meter Dicke nur bedingt unter den Hemds­ärmel. Smartwatch und „wearable“ geht eben nicht immer zusammen. Kein Wunder: Das Gehäuse einer Smartwatch ist prall­voll mit Elektronik. Nutzer können den Funk­tions­umfang mit Apps erweitern oder auf dem Zwergen­display eine Karte einblenden. Ach ja: Und neugierig sind sie auch.

Fragwürdige „Praktiken zum Schutz der Persönlich­keits­rechte“

Die Daten­schutz­erklärung von Apple beginnt freundlich mit dem Hinweis auf „Praktiken zum Schutz der Persönlich­keits­rechte“. Doch damit ist es nicht weit her. Etwa in der Mitte steht: „Apple gibt personenbezogene Daten an Unternehmen weiter, die Dienst­leistungen erbringen, wie zum Beispiel die Kreditgewährung.“ Besitzer der Apple Watch erhalten später vielleicht einen über­teuerten oder gar keinen Kredit und wissen nicht einmal, warum. Fitbit räumt sich das Recht ein, Name, Geburts­datum, Gewicht und sport­liche Aktivitäten des Kunden an andere Firmen zu versenden. Der chinesische Hersteller Huawei schreibt: „Wenn Sie Huawei-Dienste zum Weitergeben von Inhalten an Ihre Freunde verwenden, müssen Sie die Kontakt­informationen Ihrer Freunde angeben, wie den Namen, das Profilbild, Telefon­nummer und E-Mail-Adresse.“

Sehr deutliche Mängel im Klein­gedruckten

Unterbinden können Nutzer all das nicht. Mit Ausnahme von einem Anbieter gab es bei allen Produkten sehr deutliche Mängel im Klein­gedruckten. Wir werten das Qualitäts­urteil in diesen Fällen um eine ganze Note ab.

Jetzt freischalten

TestWear­ables im Testtest 12/2017
2,50 €
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle (inkl. PDF, 6 Seiten).

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7 € pro Monat oder 50 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 9 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 15 Nutzer finden das hilfreich.