„Ich kann viel mehr als nur die Uhrzeit sagen“ – das versprechen alle Smartwatches. Was die schlauen Armband­uhren wirk­lich können, verrät unser Testbe­richt.

Smartwatches zeigen Text­nach­richten, erinnern an Termine, über­wachen den Puls beim Sport. Die Stiftung Warentest hat aktuell 13 Smartwatches getestet, darunter 2 Hybrid­uhren mit Zeiger. Im Test mussten die Produkte von Apple, Garmin & Co. zeigen, wie gut sie sich bedienen lassen und wie genau sie Puls und Kalorien­verbrauch messen. Zwei Geräte setzen sich vom Feld ab, andere schwächeln vor allem im Work­out. Beim Daten­schutz hat fast jede smarte Uhr Lücken (Preise: 69 bis 480 Euro).

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TestSmartwatches im Test10.12.2019
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Das bietet der Smartwatch-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Die Tabelle zeigt Bewertungen für elf Smartwatches und zwei Hybrid­uhren – mit Zeigern wie bei einer klassischen Uhr und einem elektronischen Display für zusätzliche Informationen. Zwei Geräte sind gut, acht befriedigend, zwei ausreichend und eines mangelhaft.

Kauf­beratung. Sie erfahren, welche Smartwatch sich für ambitionierte Sportler eignet, welche gut für die Kommunikation ist und welche Uhr sich bei rauem Wetter mit Hand­schuhen bedienen lässt. Wir sagen, welche Funk­tionen Smartwatches vereinen, wie die Fitnes­stra­cker funk­tionieren und wie genau die Fitness­daten sind. Und wir verraten, was von Hybrid­uhren zu halten ist.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, können Sie das PDF zum jüngsten Testbe­richt aus test 12/2019 sowie zum Vorgängertest aus test 12/2017 lesen (PDF der Testberichte). Damals hatten wir Lauf­uhren und Fitness­armbänder getestet. Viele dieser Wear­ables sind immer noch erhältlich.

Eine gute Smartwatch hat ihren Preis

Smartwatches wollen das Smartphone ergänzen, ihre Träger zu einem akti­veren Lebens­stil verführen und beim Erreichen täglicher Bewegungs­ziele unterstützen. Güns­tige Modelle gibt es schon für unter 100 Euro, doch von den 13 geprüften Smartwatches schneiden nur zwei teure Geräte gut ab. Die anderen können vor allem bei den versprochenen Fitness­funk­tionen nicht über­zeugen.

Video: Smartwatches im Test

Nicht alle Smartwatches sind wirk­lich smart. Das zeigt unser Test.

Drei Uhren schad­stoff­belastet

Auch Basis­funk­tionen wie Telefonieren, Text­nach­richten senden oder Navigieren klappten im Test oft nicht gut. Hinzu kommt: Die Daten­schutz­erklärungen von 9 der 13 Anbieter weisen sehr deutliche Mängel auf. Und drei Uhren fielen wegen Schad­stoffen auf: Das Armband enthielt eine hohe Menge Bisphenol A. Der Stoff kann den Hormon­haushalt und die Frucht­barkeit beein­trächtigen. Die in den Armbändern der Uhren gefundenen Mengen bedeuten keine akute Gesund­heits­gefahr. Für Bisphenol A gilt jedoch der Grund­satz, die Aufnahme so gering wie möglich zu halten, zumal der Stoff auch in vielen anderen Alltags­produkten enthalten sein kann.

Bildergalerie: Das können Smartwatches

Wofür lässt sich eine Smartwatch verwenden? Das illustriert unsere Bildergalerie.

Sanft aufwachen
Zarte Vibration am Hand­gelenk statt nerviger Weck­ton im Ohr? Bis auf die Denver können das alle Smartwatches im Test. Aber: Viele Uhren hängen nachts am Ladegerät, weil ihre Akkus schnell schlapp machen.

Passend anziehen
Pullover oder T-Shirt? Einige Smartwatches holen via App die Wetter­vorhersage aus dem Internet direkt aufs Hand­gelenk. Aber: Auf 8 von 13 Smartwatches können Nutzer keine Apps installieren.

Entspannt ankommen
Was ist der kürzeste Weg zum nächsten Termin? Smartwatches mit integrierter Navigation zeigen auf dem Display, wo es lang gehen soll. Aber: Nur fünf Smartwatches im Test navigierten gut.

Schnell informieren
SMS und WhatsApp-Nach­richten ohne Smartphone checken? Das versprechen alle Uhren im Test. Aber: Nur zwei zeigen SMS-Nach­richten komplett mit Emojis, drei zeigen nur den Anfang.

Aktiv leben
Wissen, was läuft? Die Uhren zählen Schritte, protokollieren Strecke und Tempo und bestimmen den Kalorien­verbrauch. Aber: Nur Apple und Garmin lieferten im Test genaue Werte. Die anderen irrten oft.

Beruhigt genießen
Salat oder Steak? Das Tages­protokoll zeigt auch den Kalorien­verbrauch und will so bei der Wahl des Dinners helfen. Aber: Die Smartwatch sieht nicht, wie viel ihr Besitzer tags­über schon aß.

Mängel beim Daten­schutz?

Smartwatches fragen beim Einrichten eines Nutzer­kontos und bei der Kopp­lung mit dem Smartphone persönliche Angaben ab – oft auch solche, die für die reine Funk­tion unnötig sind. Sechs Anbieter im Test räumen sich das Recht ein, diese Daten an Dritte weiterzugeben.

Smartwatch einrichten

Schritt­zahl und Kalorien­verbrauch berechnen die Uhren nur dann halb­wegs genau, wenn sie Alter, Geschlecht, Größe und Gewicht ihrer Träger kennen. Geben Sie diese Daten beim Einrichten in Ihrer Smartwatch ein. Wer mit Angaben über sich selbst knausert, erhält ungenaue Werte.

Lauf- und Sport­uhren für das Training

Laufuhren prüften wir zuletzt 2017. Sie ähneln vom Gehäuse her Smartwatches, legen den Fokus aber auf Sport und Fitness. In der Regel ermitteln auch sie den Stand­ort mit einem Empfänger für Satellitennavigation wie Galileo, Glonass oder GPS. So eignen sie sich für leistungs­orientierte Jogger und Radfahrer, die zwar detaillierte Auswertungen via App auf dem Smartphone wünschen, die Uhr aber nicht als Zweit­handy nutzen. Tendenziell hält ihr Akku länger durch als bei Smartwatches, da zahlt sich der Verzicht auf Funk­tionen aus. Die Preise variieren stark: Lauf­uhren wie die von uns geprüften kosten tendenziell weniger als Smartwatches, Spitzenmodelle aber können bis zu 1 000 Euro und mehr kosten.

Fitnes­stra­cker animieren zu Bewegung

Auch die Fitnesstracker testeten wir zuletzt Ende 2017. Sie richten sich an Gelegen­heits­sportler und an Menschen, die schlicht wissen wollen, wie viel sie sich tags­über bewegt haben. Fitness­armbänder beschränken sich weit­gehend auf die Funk­tionen Schritt­zähler und Kalorien­rechner, sie tracken auch die zurück­gelegte Strecke. Dass sie auch den Puls messen, ist dagegen nicht selbst­verständlich, den Stand­ort können sie auch nicht bestimmen. Anders als Smartwatches zeigen sie auch nicht die auf dem Smartphone einge­henden Nach­richten an.

Die Kommunikation mit dem Smartphone beschränkt sich in der Regel auf den Daten­abgleich mit der zugehörigen Fitness-App. Diese dokumentiert Aktivitäten zum Teil aber genauso detailliert wie eine Lauf­uhr oder Smartwatch. Schmal, leicht und mit kleinem Display passen Fitnes­stra­cker neben die klassische Armband­uhr oder wie ein Accessoire an das freie Hand­gelenk. Etliche Fitnes­stra­cker sind sogar schon für deutlich unter 100 Euro zu haben.

Dieses Thema wurde am 20.11.2019 voll­ständig aktualisiert. Ältere Nutzer­kommentare beziehen sich auf einen früheren Test zum Thema.

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