Smartphones Meldung

Es sieht kurios aus – ist aber kein Spaß: Fehler­hafte Handy-Akkus können beim sich Aufladen aufblähen und dick werden. test.de erklärt, was Hand­ynutzer in so einem Fall tun sollten und welche Rechte sie haben.

Defekten Akku nicht weiter nutzen

Ein aufgeblähter Akku ist defekt und sollte auf keinen Fall weiterverwendet werden. Ursache für solche „Blähungen“ bei Lithium-Polymer-Akkus, wie sie typischer­weise in Handys, Tablets oder Notebooks verbaut werden, sind chemische Reaktionen im Inneren, bei denen Gase freigesetzt werden. Solange seine Hülle noch dicht hält, geht vom aufgeblähten Akku keine unmittel­bare Gefahr aus. Ist die Hülle aber beschädigt, kann er sich entzünden oder giftige Stoffe absondern.

Händler haftet für Sachmängel

Mögliche Ursache für eine solche Gasbildung sind Verunreinigungen bei der Fertigung. Bei einem fehler­freien Gerät dürften sie nicht auftreten. Sofern der Kauf noch nicht länger als zwei Jahre zurück­liegt, muss der Händler einen solchen Sach­mangel beheben, indem er den defekten Akku durch einen fehler­freien ersetzt oder ein durch den Blähakku beschädigtes Handy repariert. Sollte der Händler Sie abwimmeln wollen, könnte es sich zumindest bei einem teuren Handy mit fest verbauten Akku lohnen, Rat bei einem Anwalt oder einer Verbraucherzentrale einzuholen, um die eigenen Ansprüche durch­zusetzen. Alternativ kann im Konfliktfall vielleicht auch die Allgemeine Verbraucherschlichtungsstelle helfen.

Tipp: Ausführ­liche Informationen rund um Ihre Kundenrechte finden Sie im FAQ Kaufrecht. Und wenn Sie auf der Suche nach einem neuen Gerät sind: Wir testen laufend Smartphones, Tablets und Notebooks.

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