Smartphone Meldung

Je mehr Verbraucher internet­fähige Handys nutzen, desto interes­santer werden die Geräte auch für Cyberkriminelle. test.de erklärt, wie man sich am besten schützt.

Die Gefahr wächst

Etwa jeder dritte Deutsche besitzt mitt­lerweile ein Smartphone (zur Themenseite Smartphones mit zahlreichen Tests). In der Alters­gruppe unter 30 ist es sogar mehr als jeder zweite. Kein Wunder, dass die internet­fähigen Handys auch immer häufiger zur Zielscheibe virtueller Angriffe werden. Trotz der wachsenden Gefahr gehen viele Nutzer recht sorglos mit ihrem Smartphone um. Das kann zu bösen Über­raschungen führen, wenn ein Schädling das Mobiltelefon befällt und darauf sein Unwesen treibt.

Sie kommen per App oder E-Mail

Die Täter verseuchen Smartphones über Zusatz­programme (Apps) oder E-Mail-Anhänge mit Trojanern. Mithilfe dieser Schädlinge können sie das Gerät fern­steuern und alle darauf gespeicherten Daten entwenden. Die Trojaner ermöglichen es den Hintermännern, Dinge zu kaufen, kosten­pflichtige Produkte zu abonnieren, teure Service­nummern anzu­rufen oder Gespräche abzu­hören. Einige Schädlinge sind sogar darauf spezialisiert, sich in Online­banking-Dienste einzuloggen. Wie gut mobile Antiviren-Software vor diesen Bedrohungen schützt, ist derzeit noch unklar. Klar ist: Viele beliebte Apps geben ungefragt Nutzer­daten weiter, wie der Test Datenschutz und Apps zeigt.

Wer besonders aufpassen sollte

Vor allem Android-Nutzer sind gefährdet. Rund zwei Drittel aller Smartphone-Schädlinge atta­ckieren dieses Betriebs­system. iOS von Apple,Wind­ows Phone, Symbian und Black­berryOS gelten derzeit als sicherer.

Fünf Tipps zum Schutz

  • Quellen. Da die meisten Trojaner über Apps eindringen, sollten Sie Zusatz­programme stets aus offiziellen Quellen herunter­laden, zum Beispiel aus dem App-Markt Ihres Betriebs­systems.
  • Anhänge. Ähnliche Vorsicht gilt bei E-Mail-Anhängen. Öffnen Sie die Dateien nur, wenn Sie den Absender kennen und ihm vertrauen.
  • Betriebs­system. Aktualisieren Sie Ihr Betriebs­system regel­mäßig. Updates schützen vor Sicher­heits­lücken, durch die sonst Schädlinge schlüpfen könnten.
  • Bluetooth und WLan. Deaktivieren Sie Bluetooth und WLan, wenn Sie diese Verbindungs­arten gerade nicht benutzen.
  • Synchronisieren. Synchronisieren Sie Ihr Smartphone regel­mäßig mit Ihrem Computer. Dabei werden die Daten vom Telefon auf die Fest­platte des Rechners kopiert. So schützen Sie sich bei Schädlings­befall vor Daten­verlust.

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