Smartphone-Tarife Test

Rechnet nach. Wer nur zwei­hundert Minuten im Monat telefoniert, spart mit einem Volumen­tarif.

Mit einer Flatrate können Hand­ynutzer sorglos plaudern und surfen. Doch nicht jeder nutzt die unbe­grenzte Freiheit. Mit einem Volumen­tarif kann er mehr sparen als mit der güns­tigsten Flatrate.

Unendlich lange telefonieren, unbe­grenzt simsen, pausenlos surfen und einmal im Monat bezahlen – das wars. Solche Pauschal­preise machen die Sache über­sicht­lich. Doch die Preise unterscheiden sich enorm: 30 Euro im Monat liegen im Tarif­vergleich zwischen der teuersten und der billigsten Dreifach-Flatrate. Die güns­tigen gibts ab 14,95 Euro. Manche Nutzer sind mit solchen Rundum-sorglos-Paketen allerdings über­versorgt. Sie können mit Volumen­tarifen ab 9,95 Euro jeden Monat noch mehr sparen.

Für Bequeme und für Genaue

Smartphone-Tarife Test

Bequem. Dreifach-Flat-Nutzer müssen sich um Gesprächs­volumen keine Gedanken machen.

Smartphone-Besitzer haben ein unterschiedliches Temperament: Der eine will sorglos drauflos­telefonieren und nicht nach­rechnen, wie viele Minuten er spricht. Für ihn ist eine Dreifach-Flatrate das Richtige (Tabelle: Dreifach-Flatrates). Der andere hat eine recht klare Vorstellung, wie viel er im Monat telefoniert, und will dafür keinen Cent zu viel bezahlen. Er kann mit einem Volumen­tarif weit güns­tiger fahren (Tabelle: Volumentarife). Der enthält eine begrenzte Zahl Gesprächs­minuten und SMS. Wir zeigen güns­tige Tarife für beide Varianten.

Ein Gigabyte Daten­volumen

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Plaudert drauflos. Wer sehr viel telefoniert und simst, ist mit einer Dreifach-Flatrate gut beraten.

Alle aufgeführten Tarife bieten ein ungedrosseltes Daten­volumen von mindestens einem Gigabyte (1 000 Megabyte) im Monat. Über­schreitet der Nutzer diese Daten­menge, verringert der Anbieter für den Rest des Abrechnungs­monats in der Regel die Über­tragungs­geschwindig­keit. Surfen wird dann ziemlich zäh, daten­intensive Anwendungen wie Musik-Streaming oder Webvideos funk­tionieren gar nicht mehr. Ein Inklusivvolumen von 1 Gigabyte ist schon recht üppig und sollte die Bedürf­nisse der meisten Smartphone-Nutzer abdecken. Damit können sie unbe­sorgt regel­mäßig mailen und surfen, auch einige Stunden Internet­radio hören und das eine oder andere Video auf Youtube ansehen.

Es gibt zwei Gründe, sich für eine Flatrate (Tabelle: Dreifach-Flatrates) zu interes­sieren: Entweder man will sehr viel simsen und telefonieren – regel­mäßig mehr als 10 bis 15 Minuten pro Tag –, oder man möchte sich nicht mit komplexeren Tarifmodellen befassen.

Flatrates der Netz­betreiber sind teuer

Bei den Flatrate-Preisen heißt es aber: genau hinsehen. Die Angebote der Netz­betreiber sind ziemlich teuer. O2 verlangt rund 30 Euro pro Monat, die E-Plus-Marke Base und die Telekom 40, Vodafone sogar 45 Euro monatlich. Wer statt zum Netz­betreiber zu einem Billiganbieter im gleichen Netz geht, kann monatlich zwischen 10 und 20 Euro sparen. Die güns­tigsten Rundum-Flatrates mit 1 000 Megabyte sind für 14,95 Euro die Tarife LTE S von Phonex und LTE Eins von Sim.de – beide im O2-Netz. Dabei ist das Angebot von Sim.de das attrakti­vere: Mit nur einem Monat Mindest­lauf­zeit ist es weit flexibler als der 24-Monats-Vertrag von Phonex.

Billig oder flexibel

Die Mindest­lauf­zeit ist ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Tarifs. Oft sind Verträge mit 24 Monaten Lauf­zeit preisgüns­tiger als solche mit kürzerer Bindung. Sie halten den Kunden aber auch entsprechend lange. In der Regel verlängern sie sich zudem auto­matisch um ein weiteres Jahr. In der Praxis erweisen sich solche Lauf­zeit­verträge oft als unangenehm anhäng­lich, weil die Kunden leicht den Zeit­punkt zur Kündigung verpassen. Perfide: Einige Tarife werden nach der 24-monatigen Mindest­lauf­zeit sogar auto­matisch teurer! Solche Trick-Angebote berück­sichtigen wir in unseren Tabellen nicht.

Tipp: Wer flexibel sein und bei Bedarf jeder­zeit den Anbieter oder den Tarif wechseln möchte, nimmt besser einen Vertrag, der monatlich künd­bar ist.

Dass die Preise im O2-Netz güns­tiger sind als in denen von Telekom (D1) und Vodafone (D2), kommt nicht von ungefähr. Die beiden Netze gelten als besser ausgebaut als die von O2 und E-Plus. Unser letzter Test von Mobilfunknetzen, test 6/2014, hat das besonders fürs mobile Internet bestätigt: Telekom und Vodafone lagen da deutlich vor E-Plus und O2. Inzwischen hat Telefónica, der Mutter­konzern von O2, das E-Plus-Netz über­nommen. Ob sich die Qualität der Netze dadurch verändert, prüfen wir gerade in unserem aktuellen Netztest. Test Mobilfunknetze: Stadt, Land, Zug – der große Netztest, test 11/2015.

Tipp: Wer Wert auf ein möglichst gut ausgebautes mobiles Daten­netz legt, wählt besser einen Tarif im D1- oder D2-Netz.

Ab 9,95 Euro im Monat

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Genau. Volumen­tarife enthalten eine begrenzte Zahl von Minuten und SMS.

Längst nicht jeder schöpft die Möglich­keiten einer Dreifach-Flatrate aus. Viele Nutzer können mit einem Volumen­tarif sparen. Die von uns ausgewählten Tarife (Tabelle: Volumentarife) umfassen mindestens 200 Gesprächs­minuten im Monat – rund sechs­einhalb Minuten pro Tag. Über­schreitet der Nutzer dieses Volumen, rechnet der Tarifanbieter für den Rest des Monats minuten­weise ab – zu Preisen zwischen 6 und 19 Cent pro Minute.

Tipp: Wie viele Minuten Sie im Monat telefonieren, sehen Sie in Ihrer Mobil­funk­rechnung oder im Einzel­verbindungs­nach­weis. Oder Sie über­schlagen, wie lange Sie pro Tag über das Handy sprechen und rechnen das auf einen Monat hoch. Auch wie viele SMS Sie im Monat vers­endet haben, zeigt der Einzel­verbindungs­nach­weis.

Die güns­tigsten Volumen­tarife von Express­mobil und N-tv go! im O2-Netz kosten 9,95 Euro im Monat – 5 Euro weniger als die billigste Dreifach-Flat. Im E-Plus- und im D1-Netz sparen die güns­tigsten Volumen­tarife gegen­über den billigsten Flatrates sogar 9 Euro beziehungs­weise 11 Euro. Anders im D2-Netz: Hier kosten die güns­tigsten Minuten-Pakete kaum weniger als die Dreifach-Flat von 1&1. Dafür ist das 250-Minuten-Paket von Smartmobil.de monatlich künd­bar. Bei der 1&1-Flat gibt es das nur gegen 5 Euro Aufpreis.

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