Smartphone Huawei Ideos X3 Schnelltest

Mit 99 Euro billig – aber eines der schlechtesten: Das Huawei Ideos X3

Was kann man von einem Smartphone für unter 100 Euro erwarten? Nicht viel – zeigt der Schnelltest des Huawei Ideos X3, das es für 99 Euro zum Beispiel bei Tchibo gibt. Der Touchscreen reagiert langsam, die Kamera lässt sich schlecht bedienen und liefert Bilder von niedriger Qualität. Auch beim Regentest gab es Probleme. Und das sind längst nicht alle Schwächen.

Wenig Positives

Die gute Nachricht vorne weg: Das Huawai hat alles, was ein Smartphone ausmacht. Internetbrowser, GPS, E-Mail-Funktion, Musikspieler. Auch telefonieren kann man mit dem Gerät – und das sogar in guter Sprachqualität. Auch die Synchronisation mit PC und Internetdiensten stellt für das Android-Smartphone kein Problem dar. Bei oberflächlicher Betrachtung wirkt das günstige Smartphone gar nicht so billig. Doch schon bei der ersten Bedienung offenbaren sich deutliche Schwächen bei allen anderen Funktionen.

Display klein und lahm

Das Smartphone wird per Multitouch-Display bedient. Das Display versteht zwar Gesten, reagiert aber sehr langsam. Gerade beim Tippen auf der Bildschirmtastatur nervt das. Außerdem gibt es bei schnellen Bewegungen Nachzieheffekte. Das heißt, das Bild zieht Schlieren. Auch die Farbwiedergabe ist nicht berauschend. Die kleine Displaygröße macht das Surfen im Netz unbequem und die drei Funktionstasten sind nicht beleuchtet. Im Dunkeln lässt sich das Gerät daher nur sehr schlecht bedienen.

Schwache Kamera, mieser Sound

Die drei Megapixel-Kamera des Huawei-Smartphones ist eine Enttäuschung. Sowohl bei normalen als auch bei schwachen Lichtverhältnissen ist die Bildqualität ziemlich schlecht. Gleiches gilt für die Videoaufnahmen. Die Kamera ist noch dazu unpraktisch zu bedienen. Zum Auslösen braucht sie mehr als eine Sekunde. Auch der Musikgenuss hält sich in Grenzen. Die Soundqualität der mitgelieferten Kopfhörer ist unterdurchschnittlich. Musikliebhaber sollten also bessere Kopfhörer anschließen.

GPS langsam, Akku schnell leer

Wie andere Android-Konkurrenten nutzt das Huawei das Programm Google Maps Navigation, um den schnellsten Weg von A nach B zu berechnen. Notwendig ist dafür eine Datenverbindung, da das Kartenmaterial nicht auf dem Telefon gespeichert ist. Das Navigieren erfordert vom Nutzer allerdings einige Geduld. So kann es schon mal eine halbe Minute dauern, bis das Gerät sich selbst geortet hat. Andere Smartphones brauchen dafür nur wenige Sekunden. Beim Navigieren hält der Akku dann auch nur zwei Stunden. Er ist insgesamt schwach: Egal ob beim Telefonieren oder im Standby-Modus – dem Huawei geht schnell der Saft aus.

Nur ein Schönwetter-Telefon

In einen heftigen Regenschauer sollte man mit dem Ideos X3 nicht geraten. Ein Gerät funktionierte nach dem Regentest gar nicht mehr. Ein zweites Gerät hat den Dienst erst nach einem Tag wieder aufgenommen. Die Prüfung eines dritten Gerätes steht noch aus. Selten macht der Regentest anderen Smartphones solche Probleme.

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