Smart-Home-Zentralen

Kein Anbieter garan­tiert Aktualisierungen

Der Smart-Home-Markt ist dyna­misch. Ein führendes System oder ein einheitlicher Funk­stan­dard haben sich noch nicht durch­gesetzt. Möglich, dass Anbieter in diesem Wett­bewerb aufgeben und ihren Service einstellen. Bei Investitions­kosten von Hunderten Euro verunsichert das potenzielle Nutzer, wie eine Umfrage der Stiftung Warentest im Jahr 2017 ergab.

Smart-Home-Zentralen Testergebnisse für 6 Smart Home Zen­tralen 08/2018

Inhalt

Unsicher­heits­faktor Updates

Zukunfts­sichere Systeme brauchen nicht nur eine funk­tionierende Hard­ware, sondern auch eine dauer­haft sichere IT-Infrastruktur. Anbieter müssen sie durch Aktualisierungen des Betriebs­systems und Sicher­heits­updates in Schuss halten. Für Smartphones hat die Stiftung Warentest bereits fest­gestellt, dass einige Anbieter da nach­lässig sind. Das vernetzte Zuhause könnte Angriffs­fläche bieten, wenn die Betreiber es nicht regel­mäßig mit aktueller Software ausstatten. Trotzdem gibt kein Anbieter im Test die Garantie, Nutzer seiner Zentrale mit Updates zu versorgen. Ein Anspruch darauf besteht bei vernetzten Geräten bislang nicht. Verbraucherschützer kritisieren das, denn die Technologie sollte über Jahre sicher nutz­bar sein.

Funk­stan­dards von anderen

Möglicher Grund: Viele Smart-Home-Anbieter nutzen für ihre Zentralen Funk­stan­dards von Dritt­anbietern und müssen sich darauf verlassen, dass deren Stan­dards auch zukünftig nutz­bar sind. Home­matic IP von eQ-3 hat einen Vorteil: Es nutzt einen eigenen Funk­stan­dard und hat dessen Instandhaltung in der Hand. Garan­tien dafür gibt die Firma wie alle anderen aber nicht.

Auto­matische Updates zulassen

Werden Sicher­heits­lücken bekannt, bessern Anbieter sie in der Regel über Updates aus. Um keine sicher­heits­relevanten Aktualisierungen zu verpassen, empfehlen wir, Updates auto­matisch zuzu­lassen. Fast alle Zentralen im Test haben Auto-Updates voreinge­stellt. Bei Home­matic IP müssen Nutzer diese Option aktiv auswählen.

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17 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 31.07.2018 um 15:51 Uhr
Produktauswahl

@WGT_TEST: Unsere Produktauswahl orientierte sich an den Anbietern, die auch schon in unserem ersten ausführlichen Artikel zu Smarthome (07/2017) behandelt hatten. Damals hatten wir uns rein redaktionell mit dem Thema auseinandergesetzt. Nun wollten wir den interessierten Lesern mit einer eigenen vergleichenden Untersuchung das Thema näher bringen. Uns ist bewusst, dass der Markt durchaus mehr Anbieter umfasst. Leider ist es bei einem so neuen Thema immer recht schwierig, die verbreitetsten Anbieter anhand von offiziellen unabhängigen Marktzahlen zu ermitteln. Oft sind diejenigen am Markt, die am meisten Werbung machen und Artikel in Magazinen oder Foren unterbringen nicht immer auch diejenigen, die auch die größte Marktbedeutung haben. Noch ist das Thema Smart Home eher ein Nischenthema. Wir gehen aber davon aus, dass die Bedeutung weiterhin zunehmen wird. Wir werden natürlich am Thema dranbleiben und planen bereits weitere Untersuchungen zum Thema Smart-Home, – dann garantiert auch mit verlässlicheren Marktzahlen und einer breiteren Produktpalette. (Se)

WGT_TEST am 31.07.2018 um 00:36 Uhr
Anbieterauswahl

@Stiftung_Warentest: Ihre Auswahl der Anbieter zeigt in meinen Augen leider, dass sich sich unzureichend mit der Thematik beschäftigt haben. Wenn Sie sich einmal anschauen, über welche Smart-Home-Systeme in den einschlägigen Foren von Nutzern diskutiert wird, dann werde Sie dort aus Ihrem Test lediglich Homematic von eQ-3 finden.
Mein Haus ist recht umfangreich automatisiert (Rollläden, Markise, Lampen, Heizung, Rauchmelder, Regensensor. etc.) und ich kenne die relevanten Smart-Home-Lösungen am Markt. Vielleicht würde es helfen, wenn die Stiftung Warentest bei solchen Themen auf externe Berater zurückgreifen würde (z.B. c't).

Profilbild Stiftung_Warentest am 30.07.2018 um 12:17 Uhr
Anbieter fehlen

@alle: Es ist leider ein Grundproblem unserer Testarbeit, dass wir in unseren Untersuchungen nicht alle am Markt erhältlichen Modelle prüfen und nicht alle Verbraucherwünsche erfüllen können. Mit diesem Dilemma müssen wir und auch unsere Leser leben. Da unsere Untersuchungen sehr kostspielig sind, ist die Anzahl der Testplätze begrenzt. Wir stehen deshalb ständig vor der Aufgabe, den Markt mit relativ wenigen Modellen möglichst gut abzubilden. Bei der Produktauswahl sind die Verkaufshäufigkeit und Marktbedeutung ein wichtiges Auswahlkriterium. Produkte mit vergleichsweise geringer Marktgängigkeit können da schon mal durchs Raster fallen. Wenn einige Anbieter nicht im Testfeld berücksichtigt wird, ist dies jedoch nicht mit einer Negativwertung verbunden. Es sind schlicht und einfach Kapazitätsgründe, die dem Umfang unserer Tests Grenzen setzen. (Se)

Dunur am 29.07.2018 um 09:56 Uhr
wichtige Anbieter fehlen

Produktauswahl is schwer nachvollziehbar, gerade wenn Unterstützung mehrerer Funkstandards ein Kriterium sein soll... So unterstützt die Zentrale der deutschen Anbieters Codeatelier ("homee") sowohl WLAN, Z-Wave, Zigbee als auch EnOcean. Das ganze wahlweise cloud-frei...

WGT_TEST am 26.07.2018 um 23:12 Uhr
Test 08/2018: Wichtige Marktteilnehmer fehlen

Ihre Anbieterauswahl für den Test in Heft 08/2018 lässt wichtige Marktteilnehmer außen vor - warum fehlen die in Deutschland verbreiteten Smart-Home-Lösungen von Rademacher (HomePilot) und Somfy (TaHoma)?