Skurriles Urteil Meldung

Einer Kuh sieht man nicht an, wem sie gehört. Deshalb durfte die Internetseite www.rettet-anita.de Fotos von „Anita“ veröffentlichen: Das Kalb hatte sich einen Vorderlauf gebrochen. Die Internetseite – sie ist mittlerweile eingestellt – sammelte Geld, um ihm den Gang zum Schlachthof zu ersparen. Daraufhin verlangte die Bäuerin 2 000 Euro Fotohonorar – vergebens. Das Fotografieren eines Kalbs sei nicht verboten, entschied das Amtsgericht Köln. Denn die Aufnahmen verletzten weder die Sache, das Kalb, noch das Persönlichkeitsrecht der Bäuerin, da sie keinerlei Rückschlüsse auf die Besitzerin zuließen (Az. 111 C 33/10). Anita half das Internet übrigens wenig: Sie endete doch auf dem Schlachthof.

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