Skifreuden. Die schöne Aussicht hat ihren Preis. Mancher­orts versuchen Berg­bahnen, mit veränderlichen Preisen für eine bessere Auslastung zu sorgen – wie hier in Laax, Graubünden.

In den kalten Winter­tagen ist Skifahren eine der beliebtesten Sport­arten. Doch unterscheiden sich die Preise für die Abfahrten von Region zu Region zum Teil erheblich. Unsere Kollegen vom österrei­chischen Testmagazin Konsument haben die Ticket­preise in mehr als 100 österrei­chischen und je 10 schweizerischen und bayerischen Skigebieten verglichen. Hier erfahren Sie, was Skifahren in den deutsch­sprachigen Alpen kostet (alle Preis­angaben Stand 10.12.2018).

Bayern: Preis und Leistung stimmen

Die bayerischen Skiregionen können nicht mit den Pistenkilo­meter-Längen der Österreicher oder Schweizer mithalten. Allerdings ist die Zahl der kleineren Skigebiete in Bayern recht hoch. Dazu sind die Preise oft nied­riger als in den südlichen Nach­barländern. In sieben der zehn verglichenen Gebiete kostet eine Sechs-Tages-Karte für Erwachsene weniger als 200 Euro. Am preis­wertesten ist der Geiß­kopf bei ­Bischofs­mais mit 112 Euro. In Garmisch zahlt der Skifan 247 Euro für rund 40 Pistenkilo­meter. Diese Piste hat zusammen mit Balder­schwang im Ober­allgäu die meisten Kilo­meter. Allerdings kann Balder­schwang mit etwas güns­tigeren Preisen auftrumpfen: 166 Euro werden für sechs Tage und 33 Euro für einen Tag fällig.

Österreich: Lange Pisten

In Ischgl (172 Pistenkilo­meter) müssen die Skifahrer am tiefsten in die Tasche greifen – knapp 300 Euro kostet die Karte für sechs Tage. Aber auch Obergurgl (110 Kilo­meter) und Sölden (142 Kilo­meter) sind nicht viel güns­tiger. In beiden Gebieten zahlt man für den Ski-Spaß im Schnee 293,50 Euro. Am güns­tigsten ist es in Wenigzell für rund 114 Euro. Allerdings ist die Piste dort nur zwei Kilo­meter lang. In Raggal im österrei­chischen Bundes­land Vorarlberg lohnt sich die Tages­karte für 22 Euro. Sieben Kilo­meter kann man dort die Piste runtersausen.

Schweiz: Kostenlotterie mit dyna­mischen Preisen

Neue „dyna­mische“ Preise in Schweizer Skigebieten sollen mehr Menschen auf die Pisten locken. Allerdings sorgen die Konzepte in erster Linie dafür, dass die Kosten der Ski-Abos unbe­rechen­bar werden, stellt das Schweizer Konsumentenmagazin Saldo fest. In Laax im Kanton Graubünden etwa richten sich die Preise für eine Tages­karte nach Saison, Buchungs­zeit­punkt und Anzahl geöff­neter Pisten. In der Preislotterie kann der ­Skifahrer pro Tag umge­rechnet 43 bis 70 Euro zahlen, wenn er über eine App bucht. An der Tages­kasse fallen rund 75 Euro an. In Belalp (Wallis) und Pizol (St. Gallen) richten sich die Preise auch nach dem Wetter. Wer flexibel ist und wetter­fest, kann von güns­tigeren Preisen profitieren. Vorab informieren gestaltet sich wegen verwirrender Internet­seiten der Skigebiete oft schwierig, so Saldo.

Güns­tiger Urlaub im Osten

Für Deutsche ist der Winter­urlaub in Polen sehr günstig. Dort ist der Euro beim Einkaufen fast doppelt so viel wert wie zu Hause. Sehr teuer ist dagegen die Schweiz. Die Kauf­kraft des Euro ist mit 68 Cent dort wesentlich geringer.
Quelle: OECD, Stand: September 2018

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