Skitourismus Immer teurer – auch für die Umwelt

Skitourismus - Immer teurer – auch für die Umwelt
Beschneiung. Nur zehn Skigebiete in Österreich kommen ohne aus. © Look / Andreas Strauß

Was kostet der Skispaß im Schnee? Unsere österrei­chische Part­ner­organisation hat die Preise für 100 Skigebiete verglichen.

Ob für den Tages­trip oder eine Skiwoche – wer Winter­sport machen will, muss dafür mehr ausgeben als im vergangenen Winter. Das ergab ein Preis­vergleich für 100 Skigebiete in Österreich, den die Wiener Test­zeit­schrift Konsument durch­geführt hat. Sie klopfte auch die Nach­haltig­keits­bemühungen der Skigebiete ab.

58 Euro am Tag. Grund für höhere Preise sind nicht selten Zusam­menschlüsse der Gebiete. Die bringen Pistenkilo­meter, sind aber für Tages­touristen ärgerlich: Die Gebiete lassen sich an einem Tag nicht erfahren, teurer wird es dennoch. Mit 58 Euro ist der Tages­pass in Kitzbühel am teuersten. Für 6-Tages-Pässe ist erst­mals die 300-Euro-Grenze geknackt – in Ischgl/Samnaun, Sölden und Obergurgl-Hoch­gurgl.

Zehn preis­werte Gebiete. Ökologisch steht der Skitourismus schon lange in der Kritik. Einen Anteil daran hat auch die vieler­orts notwendige künst­liche Beschneiung. Laut Konsument beschneiten 2007 noch 3 000 Schnee­kanonen Europas Pisten, heute seien es allein in Österreich 30 000. Das gehe mit einem höheren Wasser- und Energieverbrauch sowie größeren Flächen für die Wasser­speicherung einher. Nur zehn österrei­chische Skigebiete kommen ohne Kanonen aus. Sie bieten nur wenige Pistenkilo­meter, sind dafür aber preis­wert. Zu ihnen gehören die Wacht­berg­lifte in Weyregg am Attersee und die Vieh­berg­lifte in Sandl. Ihre Tages­karten sind die güns­tigsten im Konsument-Preis­vergleich: 18 Euro und 20,50 Euro.

Wenig bemüht. Auch in Zell am See läuft ohne Schnee­kanonen nichts. Immerhin unterzieht sich das Gebiet nach eigenen Angaben als einziges in Europa der EU-Umwelt­zertifizierung Emas. Dafür müssen seine Vertreter in einer staatlich über­wachten Umwelt­erklärung über Umwelt­ziele und -leistungen berichten. Davon abge­sehen ziehen unsere österrei­chischen Partner den Schluss: Nach­haltig­keits­initiativen sind im Skitourismus insgesamt Mangelware.

Mehr zum Thema

  • Skibrillen So trocknen Sie empfindliche Gläser

    - Moderne Skibrillen sind häufig mit einer Beschichtung versehen, die das Beschlagen der Gläser verhindern soll. Diese sogenannte Anti-Fog-Beschichtung ist äußerst...

  • Mietwagen im Urlaub Mietwagen zu teuer? Das können Sie tun

    - Firmen wie Europcar und Sixt haben ihre Flotten verkleinert. Nun steigen an Urlaubs­orten die Preise. Die Stiftung Warentest gibt Tipps, wie sie Mobilitäts­kosten...

  • Urlaub Von der Buchung bis zur Rück­reise – Tipps für stress­freie Ferien

    - Reise­welt­meister sind die Deutschen zwar nicht mehr – diesen Titel können seit 2012 die Chinesen für sich bean­spruchen. Doch die Reiselust hier­zulande ist ungebrochen...

2 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 28.12.2018 um 17:22 Uhr
Transparenz

@j_vom_See: Schon vor dem kostenpflichtigen Download können Sie auch bei uns mit Klick auf „Getestete Produkte“ sehen, welche Produkte untersucht wurden. (Se)

j_vom_See am 28.12.2018 um 15:46 Uhr
Transparenter als Stiftung Warentest

beim Blick auf die Homepage des Österreichischen Test Magazins findet sich eine Information, die ich bei Stiftung Warentest leider schon sehr lange vermisse. Bereits vor dem Kauf / Download eines Testartikels kann man sehen, welche konkreten Produkte im Test untersucht und bewertet werden. Leider muss man bei Stiftung Warentest noch immer "die Katze im Sack" kaufen und stellt erst nach dem Kauf fest, ob ein konkretes Produkt im Test enthalten ist oder nicht!
Vielleicht könnte das auch ein Vorbild für mehr Transparenz bei Stiftung Warentest sein!?