Skibrillen Test

Wer zum Skiurlaub fährt, sollte sich vorbereiten. Ein bisschen Sport bringt den Körper in Schwung. Die passende Ausrüstung gibt Sicherheit. Ein Helm und eine Skibrille gehören dazu. Die Brille sorgt für Durchblick und schützt die Augen vor schädlichen UV-Strahlen. test.de zeigt die besten Skibrillen und gibt Tipps für die Skisaison.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Skibrillen

Dunkle Gläser für schönes Wetter

In den Bergen knallt die Sonne. Schnee reflektiert die UV-Strahlen. Skifahrer brauchen guten Schutz. Sonnenbrillen sind cool, Skibrillen sind besser. Sie schützen die Augen rundum. Auch bei Schneegestöber und schnellen Abfahrten. Sonnenbrillen lassen dagegen UV-Strahlen von der Seite passieren. Skibrillen halten dicht. Die schädlichen UV-Strahlen bleiben außen vor. Spezielle Schönwetterscheiben dämpfen auch das sichtbare Licht. Filterwirkung: bis zu 96 Prozent. Die dunklen Scheiben sind ideal für klare Wintertage. Kein Blenden mehr. Selbst bei gleißendem Sonnenlicht.

17 Brillen im Test

Der Verein für Konsumenteninformation in Wien hat 17 Skibrillen getestet. Alle Modelle sind mit verschiedenen Scheiben zu haben. Für den Test wählten die Experten Schönwetterscheiben. Meist in braun oder grau. Sie dunkeln ab. Für schlechtes Wetter gibt es gelbe oder orange Scheiben. Sie hellen auf. Die Scheiben sind austauschbar. Ob hell oder dunkel: Die schädlichen UV-Strahlen halten alle Scheiben ab. Preis für die Brille mit Schönwetterscheibe: 55 bis 190 Euro.

Adidas sitzt perfekt

Alle Skibrillen im Test sind helmtauglich. Im Prinzip zumindest: Sie lassen sich über den Skihelm ziehen. Am besten funktioniert das bei der Adidas ID2. Sie sitzt perfekt. Mit und ohne Helm. Die Brille liegt angenehm am Gesicht und bietet ein besonders großes Sichtfeld. Praxistest: sehr gut – als einzige Skibrille im Test. Punkte verliert die Adidas nur beim Schadstofftest. Ihr Schaumstoff enthält polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (kurz PAK). Geringe Mengen nur. Aber doch überflüssig.

PAK im Schaumstoff

Schweiß kann die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe aus dem Schaumstoff lösen. Über die Haut gelangen die Substanzen dann in den Körper. PAK gelten als krebserzeugend, fruchtschädigend und erbgutverändernd. Dreizehn Brillen im Test sind mit PAK belastet. Ein unnötiges Risiko. Immerhin ist die Belastung bei den meisten Skibrillen nur gering. Mit einer Ausnahme: Die Marker Striker enthielt besonders viel PAK. Schadstoffurteil: nicht zufriedenstellend. Der Hersteller teilt mit, dass er die Brille in Zukunft nur noch mit PAK-freiem Schaumstoff produzieren will.

Die besten Brillen für Sie

Schadstofffrei und gut sind im Test die Giro Root, die Smith Fuse und die beiden Skibrillen von CP. Schadstoffurteil: sehr gut. Insgesamt noch etwas besser – aber nicht ganz frei von Schadstoffen sind die drei Testsieger: Scott Witness mit Schönwetterscheibe für rund 140 Euro, Oakley Crowbar Jet Black für 179 Euro und die bereits erwähnte Adidas ID 2 für 159 Euro. Die billigste gute Skibrille im Test ist die Casco Airwolf für 70 Euro.

Uvex bricht im Härtetest

Alle Skibrillen im Test sind mit Doppelscheiben ausgerüstet. Die Schlagprüfung zeigt den Vorteil dieses Systems. Geht die äußere Scheibe kaputt, ist das Auge hinter der inneren noch sicher. So geschehen ausgerechnet bei den teuersten Brillen im Test. Uvex Apache und Uvex Ultrasonic gingen im Härtetest zu Bruch. Bei der Schlagprüfung mit einer Kraft von 1,2 Kilonewton brachen die äußeren Scheiben. Die Innenscheiben hielten stand. Keine direkte Gefahr für die Augen also. Das ist der Vorteil. Ärgerlich aber, dass die äußeren Uvex-Scheiben überhaupt brechen. Der Anbieter verwendet ein besonderes Material: Macrolon. Das soll extrem schlagzäh und bruchfest sein. Der Test bestätigt das nicht. Im Gegenteil: Die Polycarbonat-Scheiben der anderen Brillen überstanden den Härtetest besser. Meist sogar ohne Schaden.

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