Skibrillen Test

Trübe ist der Winter bisher und warm. In Deutschland zumindest. Kaum ein Gedanke an Skispaß, Sonne und Schnee. Umso mehr gilt: Wer zum Skiurlaub fährt, sollte sich vorbereiten. Ein bisschen Sport bringt den Körper in Schwung. Gute Skibrillen sorgen für Durchblick und schützen die Augen vor schädlichen UV-Strahlen. Die großen Schlechtwetterbrillen sind zwar weniger cool als Sonnenbrillen, schützen aber besser. Auch bei Wind und Wetter. test.de zeigt die besten Skibrillen und gibt Tipps für die Skisaison.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Skibrillen

16 Skibrillen im Test

Wer glaubt in diesen trüben Tagen schon, dass die Sonne auch im Winter knallen kann? Dabei strahlt sie in den Bergen besonders intensiv. Schnee reflektiert die UV-Strahlen. Auch an trüben Tagen. Für die Augen ist die Belastung beim Wintersport oft höher als im Sommer am Strand. Guter Schutz ist angesagt. Sonnenbrillen sind cool, reichen aber nicht aus. Sie lassen das Licht von der Seite passieren. Skibrillen schützen rundum. Sie liegen eng am Gesicht an. So schützen sie auch bei Schneegestöber und schnellen Abfahrten. Preis für eine solche Brille: 30 bis 160 Euro. Der Verein für Konsumenteninformation in Wien hat 16 Modelle getestet. Die Österreicher sind natürlich Experten in Sachen Schnee.

Adidas Yodai sehr gut

Alle Skibrillen im Test sind helmtauglich. Im Prinzip zumindest: Sie lassen sich über den Skihelm ziehen. Am besten funktioniert das beim Testsieger. Die Adidas Yodai sitzt perfekt. Mit und ohne Helm. Die Brille liegt angenehm am Gesicht und bietet ein großes Sichtfeld. Praxistest: sehr gut. So gut sitzt sonst nur noch die Cébé G-Land. Die verliert aber Punkte in der technischen Prüfung. Die G-Land ist weniger schlagfest. Die äußeren Scheiben gingen im Belastungstest kaputt. Ein Trost: Die inneren Scheiben blieben heil. Keine Gefahr für die Augen. Doch auch das Tragband ist nicht ideal. Beim Verstellen kann es aus der Führung rutschen und der Verschluss passt nicht zu jedem Helm. Deshalb fällt die ansonsten gute Cébé G-Land ins Mittelfeld zurück.

100 Prozent UV-Schutz

Insgesamt gut – und deutlich billiger als der Testsieger – sind dagegen die Brillen Carrera Chameleon und Scott 89 Xi. Preis: etwa 40 beziehungsweise 50 Euro. Der Testsieger Adidas Yodai kostet stolze 155 Euro. Schützt aber auch am besten. Die Brille von Adidas blockt die UV-Strahlen zu 100 Prozent ab, lässt aber das sichtbare Licht zu 82 Prozent passieren. Im Klartext: Perfekter Schutz und gute Sicht. Diese Kombination schaffen nicht viele Brillen im Test. Jede dritte Skibrille schützt nicht zu 100 Prozent vor ultravioletten Strahlen. Andere schützen zwar, verdunkeln aber das Sichtfeld. Die Tönung der Gläser ist an sich positiv. Sie wirkt oft aufhellend und verstärkt den Kontrast. Setzen Sie die Brille vor dem Kauf mal auf und prüfen Sie die Sicht.

Schadstoffe im Brillenpolster

Was der Käufer nicht sehen kann, sind Schadstoffe. Manchmal hilft hier die Nase. Der Verein für Konsumenteninformation hat alle Brillen im Test auf Schadstoffe untersucht. Ergebnis: Dreimal die gelbe Karte. Für die beiden Skibrillen von Smith und die Alpina E-Rotic. Die riecht scharf und stechend, aber wenig erotisch. Ursache: Phenol. Ein keimtötender Stoff im Schaumstoffpolster. Phenol steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen. In den Brillenpolstern von Smith entdeckten die Chemiker dagegen Flammschutzmittel. Dichlorpropylphosphat riecht nicht auffällig, steht aber ebenfalls unter Krebsverdacht. Der Testkompass sagt, welche Skibrillen frei von Schadstoffen sind. Die Tipps helfen bei der Auswahl und zeigen preisgünstige Alternativen.

Download: So testet der VKI (pdf)

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