Ausgewählt, geprüft, bewertet

Im Test des österreichischen Vereins für Konsumenteninformation, VKI: 15 Ski- und Snowboardhelme, davon 14 Halbschalenmodelle und ein Vollschalenmodell.
Prüfmustereinkauf: Juli bis Oktober 2007.
Preise: Anbieterbefragung im Oktober 2007.

Abwertung

War die praktische Prüfung nur „durchschnittlich“, konnte das VKI-Testurteil nicht besser sein. War die Notöffnung des Kinnriemens bei Zug nach hinten „weniger zufriedenstellend“, konnte die Technische Prüfung nur eine Note besser sein. Lautete das Urteil für Schadstoffe „durchschnittlich“, konnte das VKI-Testurteil nur eine halbe Note besser sein.

Technische Prüfung: 50 %

Die Stoßdämpfung mit einem Fallgewicht von 5 kg aus einer Höhe von 1,5 m und die Notöffnung bei Zug nach hinten wurden in Anlehnung an EN 1077 und EN 443 geprüft. Dabei wurden die Mindestbreite des Kinnriemens bei einer Belastung von 250 N und die benötigte Kraft bis zum Zerreißen des Kinnriemens oder Öffnen des Schlosses gemessen. Die Durchstichfestigkeit wurde in Anlehnung an EN 397, das Sichtfeld in Anlehnung an EN 1077 geprüft.

Zur Geräuschwahrnehmung beurteilten fünf Testpersonen in einem reflexionsarmen Raum Sinustöne unterschiedlicher Frequenz mit und ohne Helm, wobei die Differenz der Werte die akustische Dämmung des jeweiligen Helmes ergab.

Beurteilt wurde die Verarbeitung der Helmschale, des Innenmaterials, der Nähte und der Riemenbefestigung. Die Scheuerfestigkeit des Innenfutters wurde in Anlehnung an EN ISO 20344 sowohl bei nassem als auch bei trockenem Innenfutter geprüft.

Praktische Prüfung: 45 %

Vier Männer und zwei Frauen unterschiedlichen Alters, die als geübte Skifahrer mit Skihelmen vertraut sind, beurteilten anhand einer fünfstufigen Skala Anpassen, Auf- und Absetzen, Passform (zum Beispiel Druckstellen), Riemen (Führung, Kratzen und Passform), die Funktion und Einfachheit der Kopfbandverstellung, die Bedienung des Gurtschlosses auch mit Handschuhen sowie den Tragekomfort, das Gewichtsempfinden, die Windgeräusche und Geräuschwahrnehmung. Das Befestigen einer Skibrille in den dafür vorgesehenen Führungen und der Schutz vor Verlust der Skibrille wurden geprüft sowie die Belüftung und Rutschfestigkeit des Helms beim Fahren.

Drei Personen beurteilten das Tragen mit langem Haar, ob zum Beispiel beim Verstellen des Kopfrings Haare eingeklemmt werden.

Fünf Testpersonen beurteilten die Vollständigkeit und Verständlichkeit der Gebrauchsanleitung in Anlehnung an EN 1077.

Schadstoffe: 5 %

Prüfung des Innenmaterials und der Riemenpolsterung auf Weichmacher (Phthalate) und PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe).

Dieser Artikel ist hilfreich. 1733 Nutzer finden das hilfreich.