Skandalöse Provisionen bei Fonds Kunden zahlen ohne Gegen­leistung

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Schät­zungs­weise zwei bis drei Milliarden Euro fließen jähr­lich aus deutschen Publikums­fonds an Banken und Vermittler. Sie werden einfach aus dem Fonds­vermögen abge­zweigt. Finanztest zeigt, wie hoch die Bestands­provisionen bei bekannten Fonds sind, und wer profitiert. Die Experten geben Tipps, wie sich diese Kosten vermeiden lassen und nennen Anbieter, die zumindest einen Teil der Provisionen an Anleger zurück­zahlen. Hier erfahren Bank­kunden, was sie jetzt tun müssen, um etwaige Rück­zahlungs­ansprüche zu sichern.

Zum Thema Depot­kosten bietet test.de einen aktuel­leren Test.

Inhalt

Der Einstieg in das Finanztest-Special

„Schät­zungs­weise zwei bis drei Milliarden Euro fließen Jahr für Jahr aus deutschen Publikums­fonds an Banken und Vermittler. Sie werden einfach aus dem Fonds­vermögen abge­zweigt. Die genaue Summe ist nicht bekannt, denn das Geschäft mit den Bestands­provisionen blüht weit­gehend im Verborgenen. In den Jahres­berichten von Fonds wird dieser Posten im Regelfall nicht eigens aufgeschlüsselt. Kein Wunder, dass nur wenigen Anlegern die Zusammenhänge klar sind. Sie bezahlen für Kauf, Verwaltung und Lagerung von gemanagten Investmentfonds an verschiedenen Stellen und finanzieren unfreiwil­lig Provisionen, die Fonds­gesell­schaften für den Vertrieb ihrer Produkte bezahlen.

Das ist ein Skandal, meinen auch Verbraucher­verbände, seit viele Sparkassen kürzlich ihre Geschäfts­bedingungen geändert haben. Ihre Kunden sollen auf künftige Provisionen verzichten, die sie sonst möglicher­weise zurück­fordern könnten. Oft fehlt jede stichhaltige Begründung, warum Fonds­besitzer über­haupt Provisionen zahlen sollen. Das gilt für all jene, die nicht mit irgend­einer Vertriebs­stelle in Kontakt getreten sind, geschweige denn eine Beratung genossen haben. (...)“

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Edelstern am 18.12.2019 um 10:37 Uhr
@KrBauer: Vermittlerwechsel

@KrBauer: Ich kann deinen Beitrag aus vollstem Herzen nachvollziehen. Ich habe auch eine sehr lange Zeit den Ausgabeaufschlag vollkommen ignoriert. Und als ich mich irgendwann mit dieser Gebühr auseinander gesetzt habe, begann ich mich ziemlich darüber zu ärgern, wie viel Geld diese Ausgebe verschlucken kann. Besonders ärgerlich finde ich den Ausgabeaufschlag, wenn man gar keine Leistung der Beratung in Anspruch genommen hat. Ich würde jedem zu eiem Vermittlerwechsel raten, der keine Beatung benötigt und wenn die Gebühren zu sehr Ausufern – schließlich sind einmalige und laufende Kosten gegen die Erträge eines Fonds zu rechnen. Daher kann der Wechsel des Vermittlers ein echter Segen sein, wenn man die best möglichen Erträge aus seinen Fondsanlagen heraus holen möchte. Die Bonusleistungen eines Fondsvermittlers, sind ein nicht zu unterschätzender Faktor im Bereich der Fondsanlagen.

KrBauer am 28.11.2019 um 11:55 Uhr
Danke! Erstattung von 96%

Für mich ist dieser Artikel bares Geld wert, danke test.de. Bisher habe ich noch gar nicht so genau auf alle relevanten Kosten wie zum Besipeil den Ausgabeaufschlag geachtet. Wenn ein Fondsvermittler 96% der Provision erstattet, so scheint sich ein Vermittlerwechsel echt auszahlen zu können. Bisher habe ich schon ein kleines Vermögen für Ausgabeaufschläge verbrannt, da ich recht häufig die Fonds wechsel. Und das man sogar etwas von den Bestandsprovisionen zurück bekommt, das ist für mich Neuland.

Taxator am 25.10.2019 um 11:25 Uhr
Das Thema ist für viele wichtig ...

.. also verfolgen Sie es doch bitte weiter im Rahmen Ihrer redaktionellen Arbeit.

Profilbild Stiftung_Warentest am 24.10.2019 um 14:06 Uhr
Gibt es dazu eine Aktualisierung?

@Taxator: Vielen Dank für Ihre Anregung. Aktuellere Informationen liegen uns nicht vor. (PK)

Taxator am 22.10.2019 um 13:35 Uhr
Gibt es dazu eine Aktualisierung?

Das von Finanztest aufgegriffene Thema ist für viele Leser sehr relevant.
Frage: gibt es zu diesen Informationen eine Aktualisierung?
Wenn nicht, betrachten Sie diese Frage bitte als Anregung.