Der Autovermieter Sixt darf seine Wagen nicht in so genannten Reverse-Auctions versteigern. Das hat das Hanseatische Oberlandesgericht entschieden (Az. 3 U 190/00). Bis Ende 2001 hatte Sixt Autos auf der Homepage zum Kauf angeboten und dafür einen Startpreis festgelegt. Dieser Preis fiel dann alle 20 Sekunden um 250 Mark – bis ein Bieter per Mausklick zuschlug.

Die Rückwärtsauktionen wecken nach Ansicht des Gerichts unzulässigerweise die Spiellust der Verbraucher. Dabei hatte Sixt viel getan, um Bieter vor übereilten Entschlüssen zu bewahren: Wagen und Preise wurden vor Auktionsbeginn im Netz präsentiert und das Geschäft war für die Gewinner unverbindlich. Wer den schnellen Klick bereute, durfte ohne weiteres aussteigen.

Tipp: Wer bei Sixt oder bei anderen Anbietern an Rückwärtsauktionen teilgenommen hat, muss sich nicht um seinen Kauf sorgen. Einmal geschlossene Auktionsgeschäfte bleiben wirksam.

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