Singlebörse und Partner­vermittlung Vier Online-Anbieter schneiden gut ab

Millionen Singles suchen im Internet nach einem Partner. Aber welchem Online-Portal sollten sich einsame Herzen anver­trauen? Wir haben 6 Singlebörsen sowie 5 Partner­vermitt­lungen unter die Lupe genommen und dort fünf virtuelle Singles unterschiedlichen Alters angemeldet – darunter eine Frau mit Kinder­wunsch und ein homo­sexueller Mann. Ergebnis: Vier Anbieter schneiden gut ab. Dabei sind die Erfolgs­aussichten bei den teureren Partner­vermitt­lungen nicht höher als bei Singlebörsen.

Singlebörse und Partner­vermittlung

  • Testergebnisse für 5 Partnervermittlungen im Internet 02/2016 Anzeigen
  • Testergebnisse für 6 Singlebörsen im Internet 02/2016 Anzeigen
Inhalt
Liste der 11 getesteten Produkte
Partnervermittlungen im Internet 02/2016
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    AcademicPartner
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    eDarling
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    ElitePartner
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    Parship
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    Prestige Singles
Singlebörsen im Internet 02/2016
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    Dating Cafe
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    Finya
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    Friendscout24
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    Single.de
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    Zoosk

Kontakt kostet

Mehr als 4,3 Millionen Singles sollen bei Elite­Partner auf der Suche sein, eDarling prahlt sogar mit mehr als 13 Millionen Mitgliedern – europaweit. Und bei Parship verliebt sich angeblich alle elf Minuten ein Single. „Kostenlos anmelden und losflirten“, versprechen Friends­cout24 und Neu.de. Die kostenlose Mitgliedschaft bei einer Part­nerbörse ist allerdings etwa so viel wert, wie der Besuch einer Disko, in der man das Treiben nur durch eine Glasscheibe beob­achten darf. Wer Kontakt zu anderen Singles aufnehmen will, muss bei den meisten Anbietern zahlen. Ein Premium-Vertrag, der uneinge­schränkte Korrespondenz mit anderen Mitgliedern der Part­nerbörse ermöglicht, kostet bei Singlebörsen für drei Monate 45 Euro aufwärts, bei Partner­vermitt­lungen mindestens 180 Euro. Komplett kostenlos ist nur die Singlebörse Finya, die sich durch Werbung finanziert. Doch worin unterscheiden sich Singlebörsen und Partner­vermitt­lungen?

Singlebörse: Kontakt­anzeigen im Internet

Singlebörsen sind eine moderne Variante der Anzeigen­seiten in Zeitungen. Sie werden auch Kontakt­anzeigenportale genannt. Das Mitglied legt ein Profil mit Fotos, persönlichen Angaben und einer Selbst­darstellung an. Über die Suche kann jeder selbst­ständig nach passenden Part­nern Ausschau halten. Die Teilnehmer sind an einer festen Bindung, an Flirts oder Freund­schaften interes­siert. Die Dienste fast aller Singlebörsen im Test kosten Geld, nur ein Angebot ist komplett gratis.

Partner­vermittlung: Portal schlägt „passende“ Partner vor

Partner­vermitt­lungen versprechen, so etwas wie eine Glücks­formel zu kennen. Natürlich ist sie streng geheim. Anhand der Formel wollen sie passende Partner zusammen­bringen. Grund­lage ist ein Persönlich­keits­test, den jeder ausfüllen muss. Daraus entstehen Profile, die mithilfe besagter Formel verglichen werden, eng­lisch Matching genannt. Im Unterschied zu Singlebörsen, wo jeder jeden kontaktieren kann, sind Mitglieder der Partner­vermitt­lungen auf das Portal angewiesen, das angeblich passende Partner vorschlägt. Der Service ist deutlich teurer, aber kaum erfolg­versprechender, wie die Test­ergeb­nisse zeigen.

Fünf virtuelle Singles auf Part­nersuche

Wir haben fünf virtuelle Singles bei elf Anbietern angemeldet: je zwei Frauen und Männer mit offener und konservativer Persönlich­keit sowie einen konservativen homo­sexuellen Mann. Da sucht zum Beispiel eine 35-jährige Frau mit Kinder­wunsch, die auf Sicherheit bedacht ist, nach einem Partner. Ein erfolg­reicher, kreativer Mann, 55 Jahre, ist offen für Neues. Fotos und zur Anmeldung notwendige Daten stammten von realen Personen. Sonst hatten diese aber nichts mit den fiktiven Testern gemein.

55 Verträge abge­schlossen

Mit den Daten und Persönlich­keits­merkmalen der virtuellen Tester legten wir bei jedem ausgewählten Portal fünf Profile an, beant­worteten bei den Partner­vermitt­lungen die Fragen der Persönlich­keits­tests und schlossen jeweils einen Vertrag ab, insgesamt 55. Nach der Test­phase kündigten wir alle Verträge und veranlassten die Löschung der Profile. Die Part­nerv­orschläge der Partner­vermitt­lungen ließen wir von zwei psycho­logischen Fach­gut­achtern darauf prüfen, ob sie zum Charakter und den Wünschen der fiktiven Singles passten. Bei den Singlebörsen bewerteten wir, ob die Sucher­gebnisse mit den einge­gebenen Kriterien über­einstimmten. Um den realen Mitgliedern keine falschen Hoff­nungen zu machen, nahmen unsere „Tester“ nie Kontakt auf. Anfragen von Mitgliedern der Börsen haben wir mit Ausreden wie kranke Mutter oder Zeit­knapp­heit abge­wiesen.

Frau mit Kinder­wunsch sehr gefragt

An Singles, die einen Partner suchen, herrscht kein Mangel. In allen untersuchten Onlinebörsen gab es zahlreiche Sucher­gebnisse beziehungs­weise Part­nerv­orschläge. Den größten Zuspruch bekam die 35-jährige konservative Frau, den geringsten der homo­sexuelle Mann. Wer einen Partner des gleichen Geschlechts sucht, ist bei den getesteten Portalen meist an der falschen Adresse. Besonders gering war die Resonanz bei Finya, Single.de und Acade­micPartner. Wie gut die Pass­genauigkeit der Sucher­gebnisse und Part­nerv­orschläge der verschiedenen Anbieter war, verrät unser Testbe­richt.

Singlebörse und Partner­vermittlung

  • Testergebnisse für 5 Partnervermittlungen im Internet 02/2016 Anzeigen
  • Testergebnisse für 6 Singlebörsen im Internet 02/2016 Anzeigen

Mängel im Klein­gedruckten

Wenn ein Vertrag geschlossen wird, kommt das Klein­gedruckte ins Spiel. Wir haben die Geschäfts­bedingungen der Anbieter juristisch prüfen lassen. Auffällig: Alle verlangen Vorkasse. Das hat mit dem Bürgerlichen Gesetz­buch zu tun. Paragraf 656 regelt, dass Honorare für die Partner­vermittlung nicht einklag­bar sind. Darum kassieren die Anbieter eben vorher. Kunden können den Online­vertrag aber inner­halb von zwei Wochen widerrufen. Ein Anbieter verschleiert im Klein­gedruckten die Rechts­lage: Er will seinen Kunden bei einer Kündigung nichts von der geleisteten Vorkasse zurück­zahlen. Die entsprechenden Klauseln sind unzu­lässig.

Probleme beim Löschen der Profile

Wie es in der Praxis funk­tioniert, Verträge zu kündigen und Profile zu löschen, haben wir geprüft. Am einfachsten ist die Kündigung mit einem Klick im Online­konto. Bei sechs Anbietern war das möglich, und es funk­tionierte problemlos. Vier Anbieter verlangten dagegen eine schriftliche Kündigung. Die Test­profile ließen sich meist problemlos löschen. Zwei Anbieter versuchten allerdings, sie in der Daten­bank zu behalten. Durch geduldiges Nach­haken konnten wir schließ­lich die meisten Profile löschen.

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70 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Mike29 am 30.04.2021 um 12:58 Uhr
Kontaktportale

Ich möchte meine Erfahrungen mit diversen Kontaktportalen teilen, zuletzt bei Trefferchat.com. Bei 12.000 !!! Nachrichten nach acht Monaten gehe ich davon aus das über 98 % fiktive, moderierte Profile sind. Leider ist es unmöglich die realen Profile zu erkennen, so das man die evt. verpasst weil man gerade fiktiven Profilen schreibt. Der Betreiber ignoriert Anfragen dazu, dem geht es nur darum seinen Profit zu maximieren und nicht darum Kontakte zu vermitteln, darauf weist er sogar in seinen AGBs hin. Ich habe da wirklich viel Geld ausgegeben und ewig geschrieben aber nicht einmal jemanden auf einen Kaffee zum persönlichen Kennenlernen getroffen. Dieses Portal und alle die einen entsprechenden Hinweis in den AGBs haben oder generell jene, die für jede Nachricht eine Gebühr von über 1 Euro pro Nachricht verlangen, kann man getrost vergessen, dort lernt man niemanden kennen.

LottaMotta am 26.04.2021 um 07:45 Uhr
Singles

Gefällt es jemandem oder nicht auch Singles haben das Recht auf Kinder.
Es gibt Millionen Alleinerziehende, und den Kindern schadet das nicht.
Vaterlose Kinder sind absolute Realität!! Gerade vor einem halben Jahr ist in meinem Bekanntenkreis ein "Tinder-Kind" entstanden, dessen Vater nichts mit dem Kind (und der wunderbaren Frau) zu tun haben will. Deal with it. Das ist viel gängiger, als Ihnen womöglich lieb ist. Und ich bin 40 und wir verdanken unseren Sohn unserer ukrainischen Leihmutter!
(Dass diese wunderbare Frau in dem Moment so doof war, sich breitschlagen zu lassen, ohne Kondom zu vögeln, ist eine andere Geschichte.)

TinaB75 am 22.02.2021 um 12:00 Uhr
Abo Verträge

Ich wundere mich warum die großen Portale mit ihren Abo Verträgen so gut abschneiden. Der Verbraucherzentrale Bundesverband versucht da eine Musterfeststellungsklage durchzubekommen. Es gibt doch noch viele faire Portale wie finya oder lablue.

Jakob_1978 am 05.07.2020 um 20:36 Uhr
Erfahrungen bestätigt

Auch wenn der Test schon etwas älter ist, finde ich ihn doch sehr hilfreich. Der Test deckt sich größtenteils mit meinen eigenen Erfahrungen. Kostenlos ist im Grunde nichts. Jedoch finde ich das nicht schlimm, da sich dadurch nur diejenigen anmelden, die auch wirklich auf der Suche sind. So auch in diesem Vergleich nachzulesen: https://www.onlinedating-profi.de/singleboersen-vergleich/
Die ganzen Partnervorschläge, die man bekommt, sind zwar nett gemeint, jedoch habe ich immer lieber frei gesucht und die Vorschläge ausgeblendet.

Savbeth am 04.04.2020 um 20:23 Uhr
Ich finde es klasse,

das Single Börsen von Stiftung Warentest in Augenschein genommen werden. Das Stiftung Warentest nichts Gutes zu berichten hat entspricht genau meiner Erfahrung. Doch kostenlose Börsen sind nicht ungefährlicher, viele fasche Profile, ich kannte später alle Tricks und konnte viele entlarven, einige haben es zugegeben. Ich denke Männer die wirklich eine Frau kennen lernen möchten geben sich etwas mehr Mühe, dann bleibe ich lieber alleine, denn mein Leben ist begrenzt und die restlichen Guten Jahre die ich habe möchte ich genießen. Keiner ist gerne alleine, doch manchmal ist es schöner als zu zweit. Ich glaube an mich, vielleicht auch an den Zufall, doch diese Abzocke mag ich nicht.