Hat eine Rakete oder ein Böller ein parkendes Auto beschädigt, so zahlt in der Regel der schuldige Feuerwerker oder seine Haftpflichtversicherung den Schaden. Bleibt der unerkannt, hilft die Teilkasko-Versicherung des Geschädigten. Der Schadensfreiheitsrabatt wird davon nicht berührt. Schwieriger wirds, wenn der Schaden kein Unfall war, sondern mutwillig herbeigeführt wurde. test.de sagt, von wem sie bei Feuerwerksschäden Ersatz verlangen können.

Teilkasko zahlt nur eingeschränkt

Bei Vorsatz und mutwilliger Beschädigung zahlt weder die Haftpflichtversicherung des Schädigers noch die Teilkasko. Allein eine Vollkasko zahlt in solchen Fällen, wenn der Schuldige nicht zu ermitteln ist. Wenn Jugendliche Böller in den Auspuff gesteckt oder unters Auto geworfen haben, sind nur diese selbst zum Schadensersatz verpflichtet. Dieser ist jedoch selbst, wenn die Jugendlichen auf frischer Tat ertappt werden, oft schwer durchzusetzen. Ein Verurteilung zu Schadensersatz nützt gar nichts, wenn der Jugendliche nicht zahlen kann. Schwacher Trost: Für Jugendliche kann solcher Umgang mit Feuerwerk schnell auch zu einem Strafverfahren wegen Sachbeschädigung oder gar auch Herbeiführen einer Explosionsgefahr führen. Vertreter von Versicherungen empfehlen, Schäden durch Feuerwerk stets auch bei der Polizei anzuzeigen.

Cabrios in Gefahr

Schlechte Karten haben Cabriofahrer. Wenn die glimmenden Reste von Knallern oder Raketen Löcher ins Verdeck sengen, zahlt allein die Vollkasko. Die Teilkasko springt nur bei einem regelrechten Brand mit offenen Flammen ein und auch nur dann, wenn er nicht vorsätzlich gelegt wurde.

Guter Schutz für Gebäude

Besser sind Gebäude geschützt. Für Schäden am Gebäude selbst kommt die Gebäudeversicherung auf. Wenn durch einen Brand Mobiliar zu Schaden kommt, ist das ein Fall für die Hausratversicherung. Ausnahme: Bei grob fahrlässig selbst verschuldeten Schäden, braucht die Versicherung nicht zu zahlen.

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