Silvesterfeuerwerk Meldung

Die Feuerwehr mahnt zur Vorsicht, die Hilfsorganisationen zum Verzicht. Trotzdem verpulvern die Deutschen in der Silvesternacht über 100 Millionen Euro für Knallzeug. Viele Menschen verletzen sich dabei. test.de gibt Tipps für das Spiel mit dem Feuer.

Zwei Böller, ein Brot

Hörschäden, Augenverletzungen und verbrannte Finger: Für viele Menschen endet die Silvesternacht in der Notaufnahme. Grund: Unvorsichtiger Umgang mit Feuerwerk. Dazu kommen Sachschäden in Millionenhöhe. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV zählt in Adventszeit und Silvesternacht rund 17 000 Feuerschäden. Die deutschen Versicherer zahlen dafür jedes Jahr etwa 37 Millionen Euro. Rund 100 Millionen Euro geben die Deutschen Jahr für Jahr für Knallzeug aus. Eine Summe, von der Hilfsorganisationen nur träumen können. 45 Millionen Brote könnten die Helfer dafür organisieren. Brot, das den Armen der Welt heute fehlt.
Tipp: test.de sagt, welche Versicherung für Silvesterschäden aufkommt

Richtig knallen

Wer richtig knallen will, der kauft Feuerwerk und Brot. Spenden Sie den gleichen Betrag, den Sie für Knaller ausgeben, auch an eine Hilfsorganisation Ihrer Wahl. Kaufen Sie nur zugelassenes Feuerwerk und beachten Sie die Sicherheitshinweise. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung BAM unterscheidet die Feuerwerksklassen P I und P II. Die BAM-Prüfnummer ist auf der Feuerwerksverpackung aufgedruckt. Beispiel: BAM - P I 0201. P I bezeichnet Kleinstfeuerwerk wie Knallerbsen, Wunderkerzen, Gold- und Silberregen. Solche Produkte sind frei für Jugendliche ab 12 Jahren. P II Feuerwerk ist dagegen nur für Erwachsene ab 18 Jahren zugelassen. Zum P II-Feuerwerk gehören Böller, Batterien, Raketen und anderes mehr.

Gefahr durch Monsterknaller

Wer nicht zugelassene Feuerwerkskörper verkauft oder verwendet, macht sich strafbar. Gefährlich ist das Zeug obendrein. Knaller aus Polen oder Tschechien haben eine bis zu 50 Mal größere Sprengwirkung als von der BAM zugelassenes Feuerwerk. Bei einer Explosion in der Hand können die Böller mehrere Finger oder die ganze Hand zerfetzen. Feuerwerk mit Zulassung ist weniger explosiv, aber trotzdem gefährlich. Feuerwerksbatterien und Raketen erreichen eine Abschusshöhe von 20 bis 60 Metern. Ebenso weit fliegen Leuchtkugeln, die mit Schreckschusswaffen abgeschossen werden. Für Böller, Kanonenschläge und Raketen gilt: Nicht in der Hand abbrennen, Abstand halten und nie auf Personen zielen. test.de gibt Tipps: So knallen Sie sicher

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