Silvester

Feuer­werks­schäden: Wer zahlt, wenn es knallt

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Das Feuer­werk in der Silvester­nacht kann große Schäden anrichten. Wir sagen, welche Versicherung einspringt.

Für Schäden haften

Wer mit einer Rakete das Auto eines Freundes beschädigt oder mit der Wunderkerze die Kleidung des Nach­barn ruiniert, ist zu Schaden­ersatz verpflichtet. Für diese Schäden kommt die private Haftpflichtversicherung des Verursachers auf. Sie zahlt auch, wenn der Versicherte andere durch unacht­sames Verhalten verletzt.

Schäden durch Unbe­kannte

Ist nicht klar, wer den Schaden verursacht hat, kann niemand in Haftung genommen werden. Trotzdem gehen Geschädigte in diesen Fällen nicht zwingend leer aus. Schäden durch Unbe­kannte sind unter Umständen über andere Versicherungen abge­deckt:

Schäden an Autos

Gerät das Auto durch Feuer­werks­körper von Unbe­kannten in Brand oder beschädigt eine Explosion das Fahr­zeug, zahlt die Teilkasko­versicherung. Die Voll­kasko kommt darüber hinaus für mutwil­lige Beschädigungen am Auto auf, deren Verursacher nicht bekannt sind. Gute Policen finden Sie mit unserem Kfz-Versicherungsvergleich.

Schäden am Gebäude

Verirrt sich eine Rakete auf den Balkon und beschädigt das Wohn­haus, kann der Eigentümer sich an seine Wohngebäudeversicherung wenden. Sie zahlt, wenn Feuer­werks­körper explodieren und das Haus beschädigen. Neben dem Gebäude sind meist auch fest einge­baute Gegen­stände wie Türen und Gebäude­zubehör auf dem Grund­stück im Schutz enthalten.

Schäden am Hausrat

Feuer­werk, das in der Wohnung landet, kann ein Feuer verursachen. Kommt es zum Wohnungs­brand, springt meist die Hausratversicherung für Schäden durch Feuer und Lösch­wasser an Möbeln, elektrischen Geräten und sons­tigen Einrichtungs­gegen­ständen ein.

Verletzungen

Wenn Feiernde sich zu Silvester zum Beispiel durch Böller verletzen, trägt die Kranken­versicherung die Kosten für eine Heilbe­hand­lung. Die private Unfallversicherung zahlt, wenn Versicherte bleibende Schäden – zum Beispiel an einer Hand – davon­tragen.

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daniel0802 am 30.12.2017 um 11:32 Uhr
Ach, die Tradition...

Kann man alles mit der Tradition rechtfertigen?
Oder nur das was unschädlich, vielleicht sogar mehrheitlich als Bereicherung erlebt wird...?
Natürlich ist der Umsatz hoch. Ja, und? Aber wer kauft das Feuerwerk? Sind es die jungen Eltern die darauf hoffen, dass die eigenen (kleinen) Kinder nicht panisch aus dem Schlaf gerissen werden? Sind es die Tierhalter die sich Sorgen machen wie sie Ihre Haustiere in dieser Nacht der Böllerei beruhigen können?
Sind es Menschen die sich über die Natur bzw. die Wildtiere Gedanken machen? Oder sind es Menschen die sich über diese Dinge keine Gedanken machen (müssen) und pro Kopf einfach sehr viel Geld für die Knallerei ausgeben?
Was viele Menschen und Tiere stört sind doch in erster Linie die Knallkörper.
Weshalb nicht zentrale Feuerwerke, die professionell durchgeführt werden?
Weshalb nicht ein Verbot von Knallkörpern und Fokus auf ein visuelles Schauspiel? Viele Städte und Länder sind da weiter als Deutschland, wie z.B. Paris.