Feuer­werks­schäden: Wer zahlt, wenn es knallt

Das Feuer­werk in der Silvester­nacht kann große Schäden anrichten. Wir sagen, welche Versicherung einspringt.

Für Schäden haften

Wer mit einer Rakete das Auto eines Freundes beschädigt oder mit der Wunderkerze die Kleidung des Nach­barn ruiniert, ist zu Schaden­ersatz verpflichtet. Für diese Schäden kommt die private Haftpflichtversicherung des Verursachers auf. Sie zahlt auch, wenn der Versicherte andere durch unacht­sames Verhalten verletzt.

Schäden durch Unbe­kannte

Ist nicht klar, wer den Schaden verursacht hat, kann niemand in Haftung genommen werden. Trotzdem gehen Geschädigte in diesen Fällen nicht zwingend leer aus. Schäden durch Unbe­kannte sind unter Umständen über andere Versicherungen abge­deckt:

Schäden an Autos

Gerät das Auto durch Feuer­werks­körper von Unbe­kannten in Brand oder beschädigt eine Explosion das Fahr­zeug, zahlt die Teilkasko­versicherung. Die Voll­kasko kommt darüber hinaus für mutwil­lige Beschädigungen am Auto auf, deren Verursacher nicht bekannt sind. Gute Policen finden Sie mit unserem Kfz-Versicherungsvergleich.

Schäden am Gebäude

Verirrt sich eine Rakete auf den Balkon und beschädigt das Wohn­haus, kann der Eigentümer sich an seine Wohngebäudeversicherung wenden. Sie zahlt, wenn Feuer­werks­körper explodieren und das Haus beschädigen. Neben dem Gebäude sind meist auch fest einge­baute Gegen­stände wie Türen und Gebäude­zubehör auf dem Grund­stück im Schutz enthalten.

Schäden am Hausrat

Feuer­werk, das in der Wohnung landet, kann ein Feuer verursachen. Kommt es zum Wohnungs­brand, springt meist die Hausratversicherung für Schäden durch Feuer und Lösch­wasser an Möbeln, elektrischen Geräten und sons­tigen Einrichtungs­gegen­ständen ein.

Verletzungen

Wenn Feiernde sich zu Silvester zum Beispiel durch Böller verletzen, trägt die Kranken­versicherung die Kosten für eine Heilbe­hand­lung. Die private Unfallversicherung zahlt, wenn Versicherte bleibende Schäden – zum Beispiel an einer Hand – davon­tragen.

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