Gold­barren – für viele Menschen der Inbegriff von Wert­stabilität. Hier erfahren Sie, wie Sie klug in Gold anlegen.

Beim Gold­kauf können Anleger zwischen Gold­barren, Gold­münzen und Gold-Wert­papieren wählen. Die Stiftung Warentest hat untersucht, welche Produkte sich für welchen Anla­gezweck eignen. Im Test waren zudem Gold-Sparpläne. Die meisten sind nur für die Anbieter profitabel. Aber: Die Anlage-Experten der Stiftung Warentest fanden auch einige mit güns­tigen Konditionen.

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TestAnlegen in Gold18.02.2020
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Mini-Gold­barren sehr teuer in der Anschaffung

Die Stiftung Warentest hat untersucht, wie viel Gold­barren und Stan­dard­münzen bei Banken und Edel­metall­händ­lern kosten. Die entscheidende Größe ist der prozentuale Aufschlag auf den Gold­preis. Er hängt vor allem vom Gewicht der Gold­einheit ab. Je kleiner die Barren oder Münzen, desto teurer wird es. Während für einen 1-Kilogramm-Barren im Durch­schnitt wenig mehr als 1 Prozent Aufschlag zum aktuellen Börsen­preis zu zahlen ist, sind es bei einem 1-Gramm-Barren oft mehr als 20 Prozent.

Beim Gold­kauf auf renommierte Anbieter setzen

Unser Preis­vergleich Gold­kauf erfasst Anbieter, bei denen Anleger das Gold selbst abholen können. Die meisten der aufgelisteten Edel­metall­händler bieten die Barren und Münzen aber vor allem über ihre Onlineshops an. Pro Aurum zum Beispiel gehört zu den größten Gold­händ­lern in Deutsch­land. Ein weiterer großer Anbieter, Degussa Gold­handel, wollte sich trotz mehr­facher Aufforderung nicht an der Unter­suchung beteiligen.

Da beim Gold­kauf oft hohe Summen im Spiel sind, sollten Anle­gerinnen und Anleger sorgfältig prüfen, wem sie sich anver­trauen. Schließ­lich werden Gold­käufe üblicher­weise gegen Vorkasse getätigt. Es empfiehlt sich, möglichst renommierte Anbieter auszuwählen. Ein Indiz für Seriosität ist die Mitgliedschaft des Händ­lers im Berufs­verband des deutschen Münz­handels. Diese Information steht auf der Internetseite des Anbieters.

Das bietet der Test „Anlegen in Gold“ der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. In der Tabelle Gold­sparpläne präsentieren wir die wichtigsten Eigenschaften und Konditionen von 19 Sparplananbietern. Wir haben die unterschiedlichen Kosten­arten zusammenge­rechnet und zeigen, welche Sparpläne lang­fristig am güns­tigsten sind.

Tabellen. Wir zeigen, was Anleger bei großen Filial­banken und Gold­händ­lern für gängige Gold­barren und -münzen zahlen. In zwei getrennten Tabellen präsentieren wir alle mit Barren hinterlegten Gold-ETC und die Konditionen von ETC-Sparplänen bei Direkt­banken.

Hintergründe. Wir sagen, welches Gold­produkt sich für welchen Anla­gezweck eignet und wie sich Gold am besten in die Vermögens­planung einfügen lässt. Ethisch-ökologisch orientierte Anleger erfahren, wie man auf verträglichere Weise in das Edel­metall investieren kann.

Heft-Artikel. Wenn Sie unser Special frei­schalten, erhalten Sie auch Zugriff auf das PDF zum Artikel aus Finanztest 3/2020.

Gold­kauf: Vorsicht vor Schwindel­shops

Im Geschäft mit Edel­metallen tummeln sich viele schwarze Schafe. Bei unseren Recherchen stießen wir sogar auf Schwindel­shops. Sie erschienen teil­weise unter den ersten drei Treffern einer Google-Such­anfrage und sind für Laien auf Anhieb nicht einfach zu erkennen. Ihre Internet­adressen sind denen echter Gold­shops sehr ähnlich. Die Betrüger setzen darauf, dass Interes­sierte nicht genau hinschauen und ihr Geld arglos über­weisen. In der Regel sehen sie es dann nie wieder – ebenso wenig wie die bestellten Barren oder Münzen.

Tipp: Die Gold­kauf-Vergleichs­platt­form Gold.de bietet eine fort­laufend aktualisierte Warn­liste mit solchen Betrug­sportalen.

Praktische und preis­werte Gold-Anlage: Gold-ETC

Für diejenigen, denen der ding­liche Gold­besitz nicht so wichtig ist, eignen sich gold­haltige Wert­papiere besser als Barren oder Münzen. Sie sind preis­wert, gut handel­bar und lassen sich perfekt in ein gemischtes Fonds­depot einbauen.

ETC – das Kürzel steht für Exchange Traded Commodities, also börsen­gehandelte Rohstoffe – funk­tionieren wie ETF (Test ETF). Anders als bei ETF werden Käufer aber nicht zu Miteigentümern, sondern sind recht­lich gesehen nur Gläubiger des ETC-Heraus­gebers. Wenn dieser pleite­geht, kann es Probleme geben. Wir halten dieses Risiko aber für gering. Bei allen in der Tabelle (verfügbar nach dem Frei­schalten) aufgeführten ETC wird das Anleger­vermögen in Gold­barren investiert, die in Tresoren von Groß­banken liegen. Selbst im Pleitefall bietet das gekaufte Gold mehr Sicherheit, als das bei herkömm­lichen Schuld­verschreibungen üblich ist.

Gold-ETC sind eine sinn­volle Ergän­zung fürs Depot

Gold-ETC eignen sich vor allem für Anleger, die einen bestimmten Gold­anteil in ihrem Wert­papierdepot haben wollen. Mit den bestens handel­baren ETC lässt sich das gewünschte Misch­verhältnis jeder­zeit einfach und kostengünstig wieder­herstellen. Beim Kauf von Barren oder Münzen ist es ungleich schwieriger, den Gold­anteil am Gesamt­vermögen konstant zu halten. Einige ETC in unseren Test-Tabellen bieten sogar die Möglich­keit, sich das Gold als Barren liefern zu lassen.

Die Kosten und genauen Konditionen sind von Produkt zu Produkt unterschiedlich. Ob eine Auslieferung von Barren der in Groß­britannien ansässigen Gold Bullion Securities und Wisdomtree nach Deutsch­land realitäts­nah ist, scheint wegen der komplizierten und kost­spieligen Abwick­lung zweifelhaft. Wer schon beim ETC-Kauf die Liefer­option im Hinterkopf hat, weicht besser auf Xetra-Gold oder die Euwax-ETC aus.

Gold­gewinne bleiben oft steuerfrei

Aus steuerlicher Sicht hat Gold einige Besonderheiten. Zum einen ist der Gold­kauf von der Mehr­wert­steuer befreit. Für andere Edel­metalle gilt diese Frei­stellung nicht.

Bei der Versteuerung von Gewinnen verkaufter Münzen oder Barren gibt es hingegen keinen Unterschied zwischen Gold, Silber und Platin: Wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr vergangen ist, bleiben die Erlöse steuerfrei. Nach einem Urteil des Bundes­finanzhofs (BFH) gilt das nicht nur für physisches Gold, sondern auch für Xetra-Gold (Az. VIII R 4/15 und VIII R 35/14). Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich das Gold ausliefern lässt oder Anteile mit Gewinn über die Börse verkauft.

Gold­sparpläne oft mit hohen Kosten

Die Stiftung Warentest hat erst­mals auch Sparpläne untersucht, mit denen Anleger regel­mäßig in Gold investieren können. Bei etlichen Sparplänen gibt es zwei­stel­lige Aufschläge auf den Gold­preis. Auch die Kosten für die Verwahrung und die Auslieferung des Goldes sind oft hoch. Bei manchen Sparplänen zahlen Anleger sogar Abschluss­gebühren von mehreren Hundert Euro. Unsere Anlage-Experten fanden allerdings auch ein paar güns­tige Angebote.

Was passiert im Pleitefall eines Gold-Anbieters?

Nach den spektakulären Pleiten von PIM Gold und der betrügerischen BWF-Stiftung – bei der Durch­suchung ihres Lagers wurden vorwiegend Metall­barren entdeckt, die gar nicht aus echtem Gold waren – fragen Gold­sparer nach der Sicherheit. Wir haben die Anbieter gefragt, wie und wo die Gold­bestände gelagert werden, wer diese Bestände kontrolliert und ob die gekauften Anteile einzelnen Kunden zuge­ordnet werden. Einige Unternehmen legten keine Prüfbe­richte externer Kontrolleure vor.

ETC-Sparpläne sind am billigsten

Die einfachste und kostengüns­tigste Möglich­keit der regel­mäßigen Gold­anlage ist ein ETC-Sparplan. Es lässt sich schon mit Monats­raten ab 25 Euro lang­fristig sparen, die Kosten sind in der Regel deutlich nied­riger als bei herkömm­lichen Gold­sparplänen. Die Tabelle (verfügbar nach dem Frei­schalten) zeigt, welche ETC-Sparpläne von Direkt­banken angeboten werden und welche jähr­lichen Kauf­kosten dafür anfallen.

Dieser Test ist zuletzt im Februar 2020 aktualisiert worden. Ältere Nutzer­kommentare beziehen sich auf eine ältere Fassung des Tests.

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