Sicher­heits­training Kein Versicherungs­schutz auf Renn­stre­cken

Sicher­heits­training - Kein Versicherungs­schutz auf Renn­stre­cken
Auf dem Nürburgring die eigene Fahr­sicherheit zu testen, ist keine gute Idee. © Getty Images

Auf Renn­stre­cken greift die Auto­versicherung nicht – auch nicht bei einem Fahr­sicher­heits­training. Die meisten Policen haben eine sogenannte Renn­klausel. Danach sind Fahrten, bei denen es auf Höchst­geschwindig­keit ankommt, von der Kasko­versicherung ausgeschlossen. Das gilt auch bei privaten, behördlich nicht genehmigten Rennen. Anders hingegen Sicher­heits­trainings: Da greift der Schutz. Doch viele Tarife machen die Auflage, dass solche Übungen nicht auf Renn­stre­cken statt­finden. Deshalb zog ein Auto­fahrer vorm Land­gericht Traun­stein den Kürzeren. Ihm war auf der Nord­schleife des Nürburgrings das Heck des Wagens ausgebrochen. Er krachte in die Leitplanken. 33 000 Euro Reparatur­kosten muss er selber zahlen. Das Fahren auf einer Renn­strecke sei gefähr­licher als auf öffent­lichen Straßen, erklärte das Gericht. Auf diesen Stre­cken sind Kuppen und Kurven einge­baut, um die Gefähr­lich­keit zu erhöhen. Deshalb dürfen Versicherer die Deckung für Fahrten auf Renn­stre­cken ausschließen (Az. 1 O 4450/16).

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