So haben wir getestet

Im Test: 18 Sicher­heits­programme für PC und Notebook, darunter 4 kostenlose Programme und das im Betriebs­system Microsoft Wind­ows 10 integrierte Schutz­programm Defender mit Firewall.
Wir kauf­ten die Programme im Oktober 2016 und testeten gemein­sam mit anderen Verbraucher­organisationen in einem interna­tionalen Gemein­schafts­test.
Die Preise für den Download der Schutz­programme recherchierten wir im Januar 2017 auf den Webseiten der Anbieter. Die Boxpreise beruhen auf einer über­regionalen Handels­erhebung. Sie gelten, wenn nicht anders angegeben, für eine Jahres­lizenz.

Unter­suchungen

Alle Schutz­programme installierten wir auf identischen virtuellen Computern mit den vom Hersteller empfohlenen Para­metern. Auf allen Test­rechnern wurde vorher das Microsoft-Betriebs­system Wind­ows 10 installiert. Zusätzlich installierten wir alltags­typische Anwendungen wie Adobe Reader, Flash Player, Java, Quick­time und Microsoft Office 2013 – in der aktuellsten Version mit den vom jeweiligen Anbieter vorgeschlagenen Einstel­lungen. Als Browser verwendeten wir Google Chrome.

Schutz: 65 %

Um den Wächter des jeweiligen Programms zu prüfen, surften wir auf Webseiten, auf denen verschiedene Angriffe und neue Schad­programme lauerten – darunter Viren, Würmer, Trojaner und Ransomware. Wir bewerteten die Reaktion der Sicher­heits­programme beim Laden der Webseiten bzw. des Schad­programms sowie beim Starten und Ausführen der Schadsoftware. Zusätzlich starteten wir Programme mit Schadcode vom USB-Stick. Wir prüften jeweils mit und ohne Internet­verbindung. Zudem besuchten wir 500 Phishing-Webseiten, die Pass­wörter abgreifen. Wir testeten die Durch­lässig­keit für ein- und ausgehende Daten über Protokolle wie TCP, UDP, HTTP und DNS. Wir bewerteten die Reaktionen auf Ports­cans und die Einstellungs­möglich­keiten der Firewall. Für den Test des Scanners stellten wir zunächst im Internet eine Kollektion neuer Schadsoftware zusammen, die mehr als 14 000 Schad­programme enthielt. Diese Kollektion speicherten wir mit einigen unpro­blematischen Programmen auf einer Fest­platte. Die Fest­platte scannten wir dann manuell nach Schad­programmen und bewerteten die Reaktion der Schutz­programme mit und ohne Online­verbindung.

Hand­habung: 25 %

Wir beur­teilten, ob die angebotene Hilfe der Schutz­programme für Nutzer verständlich ist. Zwei Experten bewerteten Inhalt und Aufbau der Hilfe­funk­tion. Unter dem Punkt Täglicher Gebrauch untersuchten wir, wie intuitiv sich das Programm im Alltag bedienen lässt. Unsere Experten beur­teilten unter anderem die Verständlich­keit der Warnmeldungen, den Umgang mit Schad­programmen bei einem Fund, die Darstellung und Einstell­möglich­keiten des Programms sowie das An- und Ausschalten der verschiedenen Schutz­funk­tionen. Wie leicht sich die Firewall einstellen lässt, sahen sich die Tester ebenfalls an. Sie prüften auch, ob die Installation und Dein­stallation der Schutz­software einfach und schnell funk­tioniert. Außerdem kontrollierten sie, ob das Programm bei der Dein­stallation alle über­flüssigen Dateien, Verzeich­nisse und Registry-Einträge entfernt sowie die Wind­ows-eigene Schutz­funk­tion Defender wieder­herstellt.

Rechnerbelastung: 10 %

Sicher­heits­programme bremsen den Computer. Wir bewerteten die zusätzliche Start­zeit des Rechners (Boot­zeit), die verlängerte Zeitdauer zum Kopieren von Dateien und zum Öffnen von Dateien in Stan­dard­programmen wie Word und Acrobat Reader. Außerdem ermittelten wir den Ressourcenbedarf der Schutz­programme – dazu zählen zum Beispiel die Arbeits­speicher­auslastung und der belegte Fest­plattenspeicher.

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TestSicher­heits­software09.03.2017
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