Sicherheit von Smartphones Meldung

"Kürzlich habe ich mir ein Smartphone zugelegt. Wenn ich nun häufig damit im Internet surfe und E-Mails empfange, brauche ich dann nicht auch einen Viren­schutz ähnlich wie beim PC?", fragt Katharina Feyll. test.de gibt Antwort.

Leichte Beute

Ein Computer ist schnell verseucht: Eine bösartige E-Mail, ein infizierter USB-Stick, selbst ein einziges Werbebanner auf einer völlig seriösen Website kann Schadsoftware auf den Rechner bringen. Hinter diesen Schad­programmen stecken meist Kriminelle: Sie schnüffeln Daten aus oder spannen Rechner und Internet­anschlüsse für illegale Zwecke ein. Dagegen schützen Firewalls und Antiviren-Software. Solche Angriffe sind theoretisch auch auf Smartphones möglich – bisher aber sehr selten. Ein Grund dürfte sein, dass es noch Millionen ungeschützter Computer gibt. Die Online-Kriminellen fischen lieber erst einmal dort, bevor sie sich aufwändig anderweitig orientieren.

Gut geschützt

Denn Smartphones sind recht gut gegen Angriffe geschützt sind. Anders als PCs entscheiden die Geräte selbst, welche Anwendungen auf ihnen laufen. Zum Beispiel Apples iPhone: Das Gerät lässt nur geprüfte Apps aus dem haus­eigenen App Store zu. Bisher haben es nur wenige Schad­programme durch diese Sicher­heits­schleuse geschafft. Anders Smartphones mit dem Betriebs­system Android: Sie erlauben auch Anwendungen, die nicht aus dem Android Market stammen. Für sie kann jeder selbst geschriebene Programme anbieten. Doch Nutzer kommentieren und bewerten diese. Bei mehreren schlechten Bewertungen prüft Google die Anwendung und entfernt sie wenn nötig. Wenn sich eine App als schadhaft heraus­stellt, verschwindet sie nicht nur aus dem Android Market sondern fern­gesteuert auch von allen Android Geräten.

Vorsicht Diebe

Fazit: Derzeit sind Smartphones relativ sicher vor Schadsoftware. Zusätzliche Antiviren-Programme kosten vor allem Geld und belegen den ohnehin knappen Speicher­platz. Statistiken zeigen jedoch: Die Gefahr eines Diebstahls oder Verlustes ist deutlich höher als die Gefahr durch Viren. Rund zwei Prozent der Smartphone-Nutzer verlieren ihr Gerät. Wer sensible Daten, Pass­wörter oder Zugangs­codes zu Firmennetz­werken auf dem Smartphone hat, sollte diese schützen.

Tipps

  • Sperren Sie Ihr Smartphone mit Pass­wort oder Pin.
  • Synchronisieren Sie wichtige Daten regel­mäßig mit dem Computer.
  • Installieren Sie eine Ortungs­software auf dem Smartphone. Zum Beispiel die Anwendung Find My iPhone zeigt den Aufenthalts­ort des Geräts und löscht auf Befehl auch fern­gesteuert alle Daten.
  • Benutzen Sie Ihren Verstand, bevor Sie Ihre Pass­wörter auf unbe­kannten Webseiten eingeben. Denn vor Einladungen für Phishing-Atta­cken sind auch Smartphones nicht geschützt.

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