Nach den zahlreichen tragischen Unfällen von Reisebussen soll jetzt ein Gütesiegel für mehr Sicherheit sorgen. Es wird an Busunternehmen verliehen, die mehr tun als die gesetzlich vorge­schriebenen Lenk- und Ruhezeiten und technischen Prüfungen zu beachten. Sie müssen dann vor allem periodisch wiederkehrende, zertifizierte Sicherheitsschulungen für ihre Fahrer durchführen, Wartung und Service der Busse in qualifizierten Werkstätten durchführen lassen.

Das Bundesministerium für Verkehr will auch prüfen, wie Manipulationen an Geschwindigkeitsbegrenzern und Tachographen wirkungsvoll unterbunden werden können und ob Sanktionen verschärft werden sollen. Laut Minister Stolpe sei der rechtliche Rahmen jedoch grundsätzlich geeignet und ausreichend. Er hob vor allem die europaweit einheitlichen Lenk- und Ruhezeiten sowie die Einführung der Gurtausrüstungspflicht für neue Reisebusse hervor.

Trotz der Unfälle, so die Busreiseverbände, sei der Bus nach wie vor das sicherste Personenverkehrsmittel auf der Straße. Jährlich legen rund 80 Millionen Fahrgäste knapp 21 Milliarden Personenkilometer mit Reisebussen zurück.

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