Bank­kunden, von deren Konten ohne ihr Wissen Über­weisungen in Auftrag gegeben werden, haben künftig bessere Chancen, ihr Geld zurück­zubekommen. Laut Bundes­gerichts­hof müssen Banken nach­weisen, dass die Sicherungs­systeme ordnungs­gemäß funk­tionierten und korrekt angewendet wurden (Az. XI ZR 91/14). Und sie dürfen Konto­inhabern bei miss­bräuchlicher Nutzung des Online­bankings nicht einfach grob fahr­lässiges Verhalten unterstellen.

Im konkreten Fall hatte es 2011 im Online­banking-System der Hamburger Sparkasse Störungen gegeben – aus ungeklärten Umständen wurden einem Fitness­studio knapp 235 000 Euro über­wiesen. Bevor die Bank das Geld am Montag zurück­buchte, ging ein Groß­teil der Summe vom Geschäfts­konto des Fitness­studios an einen Rechts­anwalt. Das Studio sollte den Schaden ausgleichen. Nun verhandelt das Schleswig-Holsteinische Ober­landes­gericht den Fall neu.

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