Sichere Passwörter Meldung

Hokuspokus Fidibus, dreimal schwarzer Kater!: HpF,3msK! - fertig ist das sichere Passwort.

Online Einkaufen, E-Mails abrufen oder Geld überweisen. Immer ist ein Passwort nötig. Im Schnitt brauchen Computer- und Internetnutzer 15 Passwörter. Doch Kennwörter, die Betrüger nicht knacken können, sind oft schwer zu merken. Finanztest nennt einfache Tricks, wie es trotzdem gelingt.

Im Schnitt 15 Passwörter

Ständig müssen sich Menschen im Internet ausweisen: Wenn sie einkaufen, E-Mails abrufen oder Geld überweisen wollen. Dafür muss sich ein Computer- und Internetnutzer im Schnitt 15 Passwörter merken, so der Branchenverband Bitkom. „Gute Passwörter können persönliche Daten vor dem zunehmenden Missbrauch von digitalen Identitäten schützen“, sagt Nora Basting vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Scheinbar unmöglich: Sicher und leicht merkbar

Die Grundregeln für ein sicheres Passwort stehen in der Checkliste von Finanztest. „Der Kniff besteht darin, das scheinbar Unmögliche zu erreichen: ein sicheres Passwort, das leicht zu behalten ist“, sagt Basting. Das BSI empfiehlt als Grundlage für das Passwort einen Merksatz (siehe Checkliste unter „Ungewöhnlich“).

Nicht überall das selbe Passwort

Wichtig ist, dass Internetnutzer nicht für alle Zugänge ein und dasselbe Passwort verwenden. Wer sich viele verschiedene Kennwörter merken will, kann sich ein Basispasswort suchen und das je nach Verwendung erweitern, zum Beispiel mit Buchstaben aus dem Nutzeraccount oder einer sich ständig ändernden Zahl: Ist das Grundpasswort „3msK!“, könnte es für den Zugang zum Netzwerk StudiVZ „3msK!+VZ“ heißen.

Sonderzeichen probieren

Probieren kann Internetnutzer auch den Trick, Passwörter mit Zeichen zu versehen, die es auf der PC-Tastatur nicht gibt. So lässt sich mit der „Alt“-Taste und den Zahlen 0-1-7-4 vom Zahlenblock rechts auf der Tastatur das Zeichen ® erzeugen oder mit 0-1-6-4 das Zeichen ¤. Doch nicht immer lassen Anbieter sie für Kennwörter zu. Manche Passwörter bestehen nur aus Zahlen, wie die Pin zur Bankkarte. Ein Trick ist, jeder Zahl ein Symbol zuzuordnen: 1=Tanne, 2=Schwan, 5=Hand und 8=Schneemann.

Geschichte als Eselsbrücke

Für die richtige Reihenfolge kann man sich eine kleine Geschichte ausdenken oder sich das Bewegungsmuster beim Eingeben der Zahlen merken. Mathefans überführen die Zahlen in eine Formel (1+2+5=8). Manchmal passt auch ein bekanntes Datum wie Weihnachten oder ein Geburtstag von Freunden oder Verwandten.

Passwörter müssen geheim bleiben

„Das beste Passwort nützt nichts, wenn der Computer mit Schnüffelprogrammen verseucht ist, die jede Eingabe am Computer mitlesen“, warnt Lutz Neugebauer, Bereichsleiter Sicherheit beim Bitkom. „Virenscanner, Firewall, Betriebssystem und Anwenderprogramme müssen aktuell sein.“ „Das Wichtigste ist, dass das Passwort geheim bleibt“, sagt Angelika Pelz vom Verein Deutschland sicher im Netz. „Es ist nicht unhöflich, jemanden zu bitten, zur Seite zu schauen, wenn Sie Ihr Passwort eingeben.“  

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