Sets für den Notfall Meldung

Hand­lich. Wer draußen aktiv ist, sollte ein Notfallset einpacken.

Hand­lich. Wer draußen aktiv ist, sollte ein Notfallset einpacken.

Zeckenbiss, Schürfwunde, Finger­schnitt – wer wandert, klettert oder Radtouren fährt, muss vorbereitet sein. Kleine Erste-Hilfe-Sets für unterwegs, fertig gepackt zum Beispiel in Outdoor­shops erhältlich, sind wichtige Helfer. test.de sagt, worauf Sie achten müssen.

Das muss drin sein

Was in den fertigen Mini-Sets enthalten sein muss, ist nicht geregelt. Der Vorsitzende des Deutschen Berufs­verbands Rettungs­dienst, Marco König, rät: „Die Stan­dard­ausrüstung sollte Wund- und Rollenpflaster, Verband­päck­chen, Schere, Zeckenpinzette, Einmalhand­schuhe, eine Rettungs­decke sowie eine Erste-Hilfe-Anleitung enthalten.“ Das Deutsche Rote Kreuz empfiehlt darüber hinaus Wund­kompressen und Alkoholtupfer. Für die größeren Erste-Hilfe-Kästen für Kraft­fahr­zeuge oder Schulen schreibt übrigens eine Norm genau vor, was drin sein muss.

Selbst packen möglich, aber teurer

Fertige Sets für unterwegs gibt es im Internet­handel, in Outdoor­shops oder beim Discounter ab etwa 5 Euro. Sie sind kompakt, oft mit Schlaufe zum Befestigen am Gürtel. Meist klärt eine beiliegende Liste über den Inhalt auf. Nicht immer enthalten die kleinen Sets alles Erforderliche. Wer nach­rüsten oder selber packen möchte, bekommt alle Utensilien in der Apotheke. „Das selbst­gepackte Set kommt aber meist teurer“, sagt Marco König.

Für Wunden und Zeckenbisse

Bei Schnitt- und Schürfwunden hilft das Set. Sie werden mit Wasser gereinigt und können mit Alkoholtupfern desinfiziert werden. Bei starker Blutung hilft eine per Verband fixierte Kompresse, bei Schnitten ein Pflaster. Wer eine Zecke entdeckt, sollte sie mit der Zeckenzange vorsichtig entfernen.

Im Zweifel zum Arzt

Gehen Sie zum Arzt, wenn um den Zeckenbiss ein roter Fleck entsteht, der ringförmig wächst. Auch schwere Verletzungen, Platz- und Biss­wunden sollten nach der Erst­versorgung von einem Arzt untersucht werden. Falls Sie sofort einen Notarzt brauchen: Die Nummer 112 ist europaweit gratis erreich­bar.

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